Genaue Kostenschätzung für Bielefelder Großprojekt soll im Januar vorliegen
Gesamtschule Rosenhöhe wird teurer

Bielefeld -

Wohl ein Jahr später als ursprünglich geplant geht die Sanierung der Gesamtschule Rosenhöhe über die Bühne. Die dafür veranschlagten Kosten werden steigen. Unterdessen fraglich geworden ist, ob die im Anschluss geplante Sanierung der Brackweder Realschule zeitnah stattfinden kann.

Dienstag, 05.01.2021, 06:15 Uhr aktualisiert: 05.01.2021, 06:20 Uhr
Ende 2023 soll die Sanierung des bestehenden Gebäudes der Gesamtschule Rosenhöhe (unten rechts) beginnen. Bis dahin soll für die Oberstufe auf dem Gelände links daneben ein kompletter Neubau fertiggestellt sein Foto: Thomas F. Starke

Das sagte der Technische Betriebsleiter des städtischen Immobilienservicebetriebs (ISB) Reinhold Peter im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT zum Stand der Planungen. Nicht festlegen wollten er und ISB-Teamleiterin Silke Wehmeier sich auf die Höhe der Kosten für die anstehende Sanierung und Erweiterung der Gesamtschule: Bislang gebe es nur eine Kostenprognose, „Ende Januar liegt uns dann eine Kostenschätzung vor. Dann wissen wir Genaueres“, sagte Reinhold Peter.

Vor zweieinhalb Jahren lag die Prognose bei knapp 28 Millionen Euro für die energetische Sanierung des Altgebäudes für die Sekundarstufe I (9,5 Millionen), den Neubau für die Sekundarstufe II samt Neubau der Sporthalle (15 Millionen) und als Nebenkosten für die Aufstellung von Containern für den Unterricht während der Bauphase (3 Millionen). Zumindest die 15 Millionen Euro für den Neubau seien nicht zu halten, sagte Reinhold Peter. Generell sei derzeit damit zu rechnen, dass Baukosten jährlich um fünf Prozent steigen.

Der Grund für die Verzögerung liege vor allem in der notwendigen Umplanung für das Übergangsquartier, in dem während der Bauarbeiten unterrichtet werden soll. Die Stadt wollte dazu eigentlich in unmittelbarer Nähe der Gesamtschule an der Brackweder Straße ein dreistöckiges und 112 Meter langes Containergebäude aufstellen.

Die Resonanz auf die Ausschreibung war allerdings niederschmetternd. Wie berichtet hatten Interessenten für das zweijährige Provisorium acht Millionen Euro veranschlagt. Der ISB hatte mit zwei bis drei Millionen gerechnet und stoppte das Verfahren.

Nun soll die frühere Marktschule, in der bereits die Sekundarstufe II der Gesamtschule und einige Klassen der Brackweder Realschule unterrichtet werden, als Ausweichquartier dienen – ergänzt durch Klassencontainer vor dem Gebäude, das alleine nicht ausreichen würde.

Nach dem jetzigen Zeitplan soll im Spätsommer 2021 mit dem Abbruch der jetzigen Sporthalle und der Hausmeisterwohnungen an der Rosenhöhe begonnen werden. An gleicher Stelle kann dann wohl im Januar 2022 mit dem Neubau für die Sekundarstufe II und die Sporthalle begonnen werden. Wenn Ende 2023 dann wie geplant die Oberstufenschüler aus der Marktschule in diesen Neubau ziehen, folgt der Wechsel: Schüler der Sekundarstufe I ziehen von der Rosenhöhe in die Marktschule und die Container, damit der Altbau der Gesamtschule saniert werden kann. Silke Wehmeier zufolge soll das etwa ein Jahr dauern.

Wenn dann auch die jüngeren Gesamtschüler die Marktschule wieder verlassen haben, steht das frühere Hauptschulgebäude ganz der unter Platzmangel leidenden Brackweder Realschule zur Verfügung. Und weil dann noch die Klassencontainer vor der Marktschule stehen, sollten diese zusätzlichen Räume genutzt werden, um auch die Realschule sanieren zu können. Und das früher als ursprünglich geplant. Das war als Zugeständnis dafür gedacht, dass die Realschule nun länger auf die Räume in der Marktschule verzichten muss.

Ob es 2024 oder 2025 zu dieser vorgezogenen Realschulsanierung kommt, ist Reinhold Peter zufolge unklar. Möglicherweise kommen die jüngsten Pläne dazwischen, in Bielefeld drei neue Grundschulen und eine oder mehrere weiterführende Schulen zu bauen. „Wir müssen sehen, was da alles geht“, sagte Reinhold Peter.

Überlegungen gebe es auch dazu, was nach dem Umzug des Montessori-Kinderhauses nach Senne mit der nun leerstehenden Immobilie an der Rosenhöhe geschieht. Das sanierungsbedürftige Kindergartengebäude gehört dem ISB, und liegt direkt neben der Gesamtschule. Das Grundstück könnte, so der ISB-Betriebsleiter, künftig als Parkplatz genutzt werden.

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