Ein Kommentar zum Jahreswechsel in Bielefeld
Nur Mut: Das neue Jahr kann nur besser werden

Was macht man mit diesem Jahr? Am besten abhaken und schnell vergessen. Aber so einfach ist es ja leider nicht.

Donnerstag, 31.12.2020, 06:00 Uhr
Die Menschen in Bielefeld blicken auf ein Jahr zurück, das es in dieser Form hoffentlich nie wieder geben wird. Foto: Frauke Kanbach

Es hilft nichts. Wir müssen da weiter durch. Und so hart das Jahr 2020 für viele Bielefelder auch war und weiter ist, so enorm die sozialen und wirtschaftlichen Folgen über Jahre hinweg noch sein werden: Die Menschen können stolz sein auf das, was sie in den zurückliegenden zwölf Monaten geleistet haben. Daraus lässt sich wahrlich neue Kraft schöpfen.

Gerade in Bielefeld hat es so viel Hilfsbereitschaft und Mitmenschlichkeit gegeben wie selten zuvor. Da fingen Menschen plötzlich an, auf den Balkonen zu singen, da haben Geschäftsleute Suppe für andere gekocht, da hat man sich unter Freunden oder auch in der Nachbarschaft gegenseitig geholfen.

Eben diese positiven Geschichten hat das Coronajahr 2020 auch geschrieben. Es waren nicht nur die Meldungen von ständig neuen Infektionen, Verordnungen und nicht enden wollenden Verboten, so notwendig und richtig sie auch waren und noch immer sind, auch wenn sie uns mittlerweile zum Halse raushängen.

Kurzarbeit, Existenzängste, Geschäftsschließungen, bis hin zum Schlimmsten, Krankheiten und Todesfällen, – auch das war 2020. Das Jahr wird hoffentlich einmalig bleiben – zumindest in dieser für alle Menschen extremen Form. Nach einer aktuellen Umfrage blicken viele skeptisch in die Zukunft. Das ist auch verständlich. Aber das kann sich schnell ändern. Wenn die Impfungen im neuen Jahr Fahrt aufnehmen, das Wetter besser und das Virus wieder schwächer wird. Dann kann sich die aktuell eher gedämpfte Grundstimmung schnell ins Positive verändern.

Mit Mut, Vertrauen und Geduld wird es den Menschen in Bielefeld gelingen, die Krise hinter sich zu lassen. Und was bleibt?

Hoffentlich manch Positives wie eben das Zusammenhalten, das Füreinander da sein und die Rücksichtnahme.

Dazu gehört, dass manches endlich besser wird auf dieser Welt und in Bielefeld. Beispielsweise, dass Pflegekräfte und insgesamt diejenigen, die anderen Menschen helfen, endlich die Aufmerksamkeit und den Respekt erhalten, den sie verdienen.

Wir haben hoffentlich schätzen gelernt, was wirklich wichtig ist im Leben. Wollen wir hoffen, dass mit zunehmender Freude über das Ende der Pandemie in der zweiten Jahreshälfte das alles nicht wieder in Vergessenheit gerät.

 Blicken wir also optimistisch und zuversichtlich ins neue Jahr. Es kann ja nur besser werden.

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