Das Jahr 2020 in Bielefeld: Medizinische Fakultät nimmt Gestalt an
Sieben Neubauten

Bielefeld -

Zum Wintersemester 2021/22 sollen an der Universität Bielefeld die ersten Medizinstudenten ihr Studium aufnehmen. Eine Reihe von Professuren sind bereits besetzt. Deutlich werden die Fortschritte bei der Errichtung der Medizinischen Fakultät OWL aber auch auf dem so genannten Campus Süd unterhalb der Wertherstraße: Es wird gebaut.

Donnerstag, 31.12.2020, 10:00 Uhr
Das ICB wird im Sommer fertiggestellt Foto: Thomas F. Starke

Eine Baustraße ist bereits angelegt, der Campus ist an das Fernwärmenetz der Stadt angeschlossen, Abbiegespuren von der Wertherstraße sind eingerichtet und einige hundert Bäume bereits gefällt. Denn für die Medizinfakultät müssen eigens sieben Neubauten errichtet werden.

Für das Haus mit der Bezeichnung R2 und 3900 Quadratmetern Forschungs- und Bürofläche ist im September bereits der Auftrag an die Firma Goldbeck vergeben worden. Der Neubau verfügt über fünf Geschosse und teilt sich in einen Bürotrakt für rund 120 Beschäftigte und einen Labortrakt mit 45 Laboren und einem Erschließungskern in der Mitte. Die modulare Bauweise, betont die Universität, ermöglicht eine kurze Bauphase, da viele Elemente bereits vorgefertigt auf der Baustelle ankommen. Das Dach und die südliche Fassade werden eine Photovoltaikanlage erhalten.

R2 wird direkt neben dem Innovationscentrum Campus Bielefeld (ICB) an der Morgenbreede errichtet. Das ICB selbst heißt künftig R1. Es ist jüngst von der Universität, die dort bislang Mieter war, gekauft worden. Dort haben bereits die Gründungsdekanin, Prof. Dr. Claudia Hornberg, und einige der berufenen Professoren sowie die Fakultätsverwaltung ihre Büros.

R1, vierstöckig mit Tiefgarage und 7144 Quadratmeter Hauptnutzfläche, fällt auf durch seine abgerundete Haus„ecke“ eingangs der Morgenbreede. Es besteht zur einen Hälfte aus Büros und zur anderen aus Laboren. Auch ein Studierendenhospital zum Erlernen praktischer Fähigkeiten und weitere Seminarräume sollen eingerichtet werden. Zudem wird der zentrale Empfang dort angesiedelt.

Mit Beginn des neuen Jahres werden die Arbeiten für das Hörsaalgebäude der Medizinfakultät sowie für ein neues Tierhaus in Angriff genommen. Diese Neubauten, künftig als R6 und R7 bezeichnet, liegen direkt unterhalb der Wertherstraße nahe beim Wellensiek. Bleiben quasi in der Mitte zwischen R1 und R6 noch im nächsten Schritt die Gebäude R3, R4 und R5 sowie R8 unterhalb des neuen Tierhauses. Insgesamt werden so rund 31.500 Quadratmeter Hauptnutzfläche für Forschung, Lehre und Büros entstehen. Das ist Platz genug für geplant 2000 Studierende und für die Beschäftigten der Medizinischen Fakultät.

Wichtig ist der Universität, dass es für die etwa 800 Bäume, die für die Neubauten gerodet werden mussten und noch müssen, Ersatz geben wird. Sie finanziert ein 6000 Quadratmeter großes Offenlandbiotop am Schelphof in Heepen und zahlt der Stadt einen Ausgleichsbetrag zweckgebunden zur Aufforstung einer Fläche von 28.000 Quadratmetern. Und schließlich hat die Uni im Herbst bereits 1200 Obstbäume an ihre Beschäftigten verschenkt.

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