Auf wichtiger Verbindungsroute von der Bielefelder Innenstadt nach Schildesche
Tempo 30 für Beckhausstraße

Bielefeld -

Tempo 30 auf der Beckhausstraße zwischen der Bielefelder Innenstadt und dem Ortsteil Schildesche soll kommen. Mehrheitlich beschlossen das Grüne, SPD und Linke in der Bezirksvertretung Schildesche.

Dienstag, 08.12.2020, 11:40 Uhr aktualisiert: 08.12.2020, 11:44 Uhr
Auf der Beckhausstraße soll künftig Tempo 30 gelten.

Gerd-Peter Grün (Grüne) sagte, die Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer zwischen dem Abzweig Engersche Straße bis zur Westerfeldstraße sei keine besondere Umstellung: „In fast allen Seitenstraßen und auf Höhe der Sievertstraße gilt ja bereits Tempo 30.“

Steve Wasyliw (CDU) sieht keine Notwendigkeit für eine Tempo-Beschränkung und warf Rot-Rot-Grün vor: „Sie wollen flächendeckend Tempo 30 durch die Hintertür einführen.“ Jörn Debener (CDU) sagte, 86 Prozent aller Autofahrer hielten sich an das aktuelle Tempolimit oder seien sogar langsamer unterwegs: „Auf der Beckhausstraße wird nicht gerast.“

Aus Sicht der Grünen, der SPD und der Linken ist die Beckhausstraße keine Verbindung für den Durchgangsverkehr, sondern eine Wohnstraße. Der Lärm durch den Autoverkehr werde von den Anwohnern als „störend und für die Lebensqualität beeinträchtigend“ wahrgenommen.

Es gebe zwar keine ausgewiesenen Gefahrenpunkte, die Beckhausstraße sei aber für viele Kinder und Jugendliche Teil ihres Schulweges. Auch, wenn nur 14 Prozent der Autofahrer schneller als mit 40 oder 50 Stundenkilometern unterwegs seien, seien das zu viele.

Mit der Aufstellung von Tempo-30-Schildern sei es, so SPD, Grüne und Linke, aber nicht getan. Sie fordern auch bauliche Maßnahmen: eine Verringerung der Straßenbreite und tempohemmende Einbauten.

Bereits im Vorfeld hatte es Kritik von Anwohnern der Engerschen Straße, die durch ein Tempolimit eine höhere Verkehrsbelastung befürchten, gegeben.

Zunächst vor einem Beschluss noch einmal die Geschwindigkeit, die auf der Beckhausstraße gefahren wird, messen zu lassen, lehnte Bezirksbürgermeister Prof. Dr. Martin Sauer (Grüne) ab: „Auf so ein Messgerät muss man monatelang warten – das dauert zu lange.“

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