Bielefelder (39) war am Sonntag mit E-Bike auf Niederwall mit der Linie 2 zusammen gestoßen
Bahnunfall: Radfahrer in Klinik gestorben

Bielefeld -

Der Bielefelder (39), der am Sonntagnachmittag beim Überqueren des Niederwalls in der Bielefelder Innenstadt auf seinem E-Bike mit einer Stadtbahn zusammen gestoßen war, ist tot. Der Mann sei am frühen Morgen des Mittwochs im Krankenhaus seinen lebensgefährlichen Verletzungen erlegen, sagte Polizeisprecherin Hella Christoph auf Anfrage.

Mittwoch, 02.12.2020, 11:07 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 14:46 Uhr
Am späten Sonntagnachmittag stieß der Bielefelder (39) beim Überqueren des Niederwalls in Höhe des Fußgängerüberwegs mit dieser Stadtbahn zusammen. Foto: Christian Müller

Beim Zusammenprall im Dunkeln mit einer um die 70 Tonnen schweren Bahn der Linie 2 (Sieker-Altenhagen) war der 39-Jährige zu Boden geschleudert worden und hatte schwerste Kopfverletzungen erlitten. Der Mann soll am Sonntag, den Niederwall in Richtung Jahnplatz befahrend, auf seinem Elektro-Fahrrad kurz nach der Einmündung zur Rohrteichstraße plötzlich unvermittelt nach links auf den Zebrastreifen zum Gleisübergang an der Haltestelle Landgericht abgebogen sein.

Zeitgleich fuhr parallel zum Radler eine aus Sieker kommende Bahn der Linie 2 in die Haltestelle ein. Der Fahrer des aus zwei Waggons bestehenden Zuges hatte das Tempo bereits deutlich verlangsamt, um an der Haltestelle zu stoppen. Kurz vorm Stillstand der Linie 2 wurde der quer zur Bahn radelnde Bielefelder am mit gelben Warnlichtern gesicherten Gleisübergang erfasst. Der Bahnfahrer hatte noch vergeblich versucht, mit einer Notbremsung den Zusammenstoß mit dem Mann zu vermeiden.

Zur Unfallursache ermitteln jetzt Polizisten des Verkehrskommissariates 1 wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Am Dienstagvormittag wurde der Niederwall für einen weiteren Ortstermin der Ermittler nochmals gesperrt, sagte Polizeisprecherin Sarah Siedschlag. Bereits am Unfalltag hatte ein Sachverständiger im Auftrag der Staatsanwaltschaft mit der Ursachenrecherche begonnen.

Der an diesem Mittwoch verstorbene Radfahrer war bereits am Sonntagabend kurz nach dem Zusammenstoß mit der Bahn irrtümlich von der Polizei und den Verkehrsbetrieben Mobiel für tot erklärt worden. Das soll auf einen Kommunikationsfehler mit dem Krankenhaus, in das der 39-Jährige eingeliefert worden war, zurück zu führen sein.

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