Diamantener Meisterbrief an den Bielefelder Ottfried Stopka
„Sie haben immer Vollgas gegeben“

Bielefeld -

1960 gründete Kfz-Mechanikermeister Ottfried Stopka (83) in Bielefeld-Hillegossen das Unternehmen Auto-Sport Stopka. Im selben Jahr hatte er seine Meisterprüfung vor der Handwerkskammer in Bielefeld abgelegt. Dafür überreichte ihm Peter Eul, Präsident der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld, im Campus Handwerk in Bielefeld den Diamantenen Meisterbrief.

Mittwoch, 02.12.2020, 10:30 Uhr
Vor 60 Jahren hat Ottfried Stopka sein Auto-Haus in Bielefeld-Hillegossen gegründet. Foto: Michael Diekmann

„Sie haben im Kfz-Handwerk immer Vollgas gegeben und zählen zu den Handwerkern, die ihren Beruf leben“, sagte Eul. Viele Menschen habe Ottfried Stopka mit seiner Leidenschaft angesteckt.

Der bekannte Händler hatte sich zunächst auf englische Fahrzeuge spezialisiert. Zu seinen Kunden gehörten zu jener Zeit bekannte Schauspieler vor allem aus Berlin. 1966 erhielt Ottfried Stopka als eines der ersten Autohäuser in Deutschland einen Werksvertrag vom italienischen Automobilhersteller Alfa Romeo. Seit 1970 ist Stopka Jaguar-Händler, 1989 wurde er Servicepartner für Ferrari, vertrat 40 Jahre lang Alfa-Romeo, dazu Aston Martin und bis heute Maserati. Seit Januar 2019 macht der Vertrag mit Land Rover das englische Glück Stopkas perfekt.

1978 zog das Unternehmen von Bielefeld-Hillegossen an den jetzigen Standort an der Detmolder Straße. Nach seinem 70. Geburtstag im Jahr 2007 bereitete Stopka seinen Ruhestand vor. Im September 2007 stieg Rolf Nagel in das Unternehmen ein, und Auto-Stopka gehört seitdem zur Nagel-Gruppe.

Das Unternehmen ist neben Bielefeld in Münster, Hannover, Osnabrück und Essen präsent. Der Name ist zur Marke geworden. Sohn Alexander Stopka ist als Geschäftsführer für den Vertrieb verantwortlich. „Bei Auto-Sport Stopka gilt weiterhin ein Handschlag“, erklärte Ottfried Stopka stolz.

Der Start ins Leben war für den inzwischen vom Erfolg verwöhnten Autofan Ottfried Stopka nicht einfach. Im Zweiten Weltkrieg hatte er seine Mutter und seine sechs Geschwister verloren. Mit Schaffenskraft und großem Willen baute er das Unternehmen in Bielefeld auf. In den 60er Jahren hatte sich Stopka zusätzlich einen Namen als Rennfahrer erworben. 1972 hing er den Rennsport an den Nagel, seine neue Leidenschaft wurde die Fliegerei.

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