Bielefelder wollte mit E-Bike an der Haltestelle Landgericht Gleise überqueren und wird von Zug erfasst
Korrektur: Lebensgefährlicher Unfall auf der Stadtbahn-Linie 2

Bielefeld (WB/cm) -

Ein 39-jähriger Radfahrer aus Bielefeld erlitt am späten Sonntagnachmittag lebensgefährliche Verletzungen, nachdem er auf dem Niederwall mit einer Stadtbahn kollidiert war und auf die Straße stürzte. Er wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht. Der Stadtbahnfahrer erlitt einen Schock, Fahrgäste in der Bahn blieben unverletzt.

Sonntag, 29.11.2020, 20:00 Uhr aktualisiert: 30.11.2020, 12:54 Uhr
Der Unfallort auf dem Niederwall in der Bielefelder Innenstadt. Bereits am 16. November war es dort zu einem Beinahe-Zusammenstoß zwischen einer Bahn und einer Radlerin gekommen. Foto: Christian Müller/Westfalennews

Feuerwehr und Polizei wurden kurz vor 17.30 Uhr alarmiert. Der Bielefelder war mit seinem Pedelec/Elektro-Fahrrad auf dem Fahrradweg des Niederwalls in Fahrtrichtung Jahnplatz unterwegs. Laut Zeugenaussagen bog er in Höhe des Fußgängerüberwegs zwischen Rohrteichstraße und der Stadtbahnhaltestelle Landgericht unvermittelt nach links ab und beabsichtigte, trotz blinkender Warnlichter vor den Schienen die Gleise auf dem Niederwall zu überqueren. Zeitgleich fuhr eine Stadtbahn der Linie 2 Richtung City in die Haltestelle Landgericht ein.

Stadtbahnunfall am Niederwall

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  • Bielefeld, 29. November 2020: Stadtbahnunfall Niederwall

    Bielefeld, 29. November 2020: Stadtbahnunfall Niederwall

    Foto: Christian Müller/Westfalennews
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    Foto: Christian Müller/Westfalennews
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Trotz Notbremsung des 27-jährigen Stadtbahnfahrers aus Bielefeld erfasste die Bahn vorne rechts den Mann, sie kam nach etwa zehn Metern zum Stehen, der Bielefelder stürzte mit seinem Rad. Ein Notarzt versorgte den Mann umgehend, ehe er mit lebensgefährlichen Kopfverletzungen in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht wurde. Der Stadtbahnfahrer (27) erlitt einen Schock, blieb allerdings vor Ort. Fahrgäste in der Bahn wurden nicht verletzt.

Wie ein Polizeisprecher vor Ort mitteilte, wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft ein Unfallsachverständiger mit der Rekonstruktion des Unfalls beauftragt.

Stadtbahnbetreiber Mobiel teilte mit: „Der Stadtbahnwagenfahrer von Mobiel wird psychologisch betreut. Die Fahrgäste in der Stadtbahn konnten mithilfe der Polizei aus der Bahn aussteigen. Die Strecke wurde für die Zeit der Unfallaufnahme gesperrt.“

Zu den Beeinträchtigungen des Stadtbahnverkehrs hieß es: „Die Stadtbahn-Linien 3 und 4 konnten während dieser Zeit normal weiterfahren. Die Linie 1 pendelte zwischen Senne und Obernstraße und zwischen Rathaus und Schildesche. Die Linie 2 pendelte zwischen Sieker und Obernstraße und zwischen Rathaus und Altenhagen. Zwischen Obernstraße und Jahnplatz hatte Mobiel einen Schienenersatzverkehr eingerichtet. Um 20.10 Uhr wurde die Strecke wieder freigegeben.“

Korrektur:  Durch einen Übertragungsfehler hieß es zunächst, dass der Mann nach dem schweren Unfall im Krankenhaus gestorben sei. Diese Darstellung hat die Polizei inzwischen korrigiert. Der Radfahrer habe schwerste, lebensgefährliche Kopfverletzungen erlitten, lebe aber noch.

Es war in den vergangenen Wochen bereits der zweite Vorfall dieser Art an der Haltestelle Landgericht. Am 16. November hatte eine Radlerin einer einfahrenden Stadtbahn der Linie 1 beim Überqueren der Gleise die Vorfahrt genommen und war geflüchtet. Bei der Notbremsung der Bahn wurden zwei Fahrgäste verletzt.

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