Zu wenig Sauerstoff im Obersee – Freie Demokraten schauen nach Hamburg und Münster
Wasserfontäne als neues Wahrzeichen

Bielefeld -

In den heißen Sommertagen sind hunderte Fische im Obersee qualvoll erstickt. Von Passanten wurden tote Hechte, Karpfen, Zander, Barsche und Brassen entdeckt. Als Grund für das Fischsterben wurde Sauerstoffmangel ausgemacht. Die FDP will dem Problem nun mit zwei Maßnahmen begegnen und orientiert unter anderem an Hamburg.

Sonntag, 15.11.2020, 07:14 Uhr aktualisiert: 15.11.2020, 07:20 Uhr
Wollen dem Obersee helfen: Dr. Bodo Holtkamp (von links), Gregor vom Braucke, Gregor Spalek und Yannik Löwen. Foto: Bernhard Pierel

In der Freien und Hansestadt sorgt seit 1987 eine 60 Meter hohe Wasserfontäne für die Belebung der Binnenalster. „Sie hat sich zu einem Hamburger Wahrzeichen entwickelt“, sagt Gregor Spalek, der die FDP in der Bezirksvertretung (BZV) Schildesche vertritt. Da der Obersee in mehreren Stadtteilen liegt, werden die Liberalen gleich lautende Anträge in den Bezirksvertretungen Heepen, Schildesche und Jöllenbeck einbringen.

Demnach soll die Stadtverwaltung beauftragt werden, ein dauerhaftes Konzept zur Sauerstoffversorgung im Obersee zu erarbeiten. „Dabei sollen Mittel berücksichtigt werden, die gleichzeitig sie Attraktivität des Sees für die Bevölkerung steigern“, heißt es in dem von Yannik Löwen (BZV Heepen), Gregor Spalek (BZV Schildesche), Dr. Bodo Holtkamp (BZV Jöllenbeck) und Ratsmitglied Gregor vom Braucke unterzeichneten Antrag, der in den Dezember-Sitzungen diskutiert wird. Die Fontäne habe den Sauerstoffgehalt der Binnenalster signifikant erhöht. „Wir könnten damit auch für Bielefeld ein neues Wahrzeichen schaffen“, so Spalek.

In Hamburg befördert eine Pumpe mit einer Leistung von 85 kW (114 PS) rund 170.000 Liter Wasser pro Stunde auf eine Höhe von 60 Metern. Die Pumpe verbraucht Strom in einem Umfang von rund 380.000 kWh pro Saison. Dir Kosten von jährlich rund 60.000 Euro werden durch Firmen- und Privatspenden finanziert. Ein Modell, das sich die FDP-Vertreter auch für Bielefeld vorstellen können.

Für die zweite Maßnahme haben sich die Liberalen in Münster umgeschaut. Auf dem Aasee werden 50 Tretboote verliehen, um den Sauerstoffgehalt des Gewässers zu erhöhen. „Wir machen dem Aasee Luft“, heißt die Aktion, die vom örtlichen Radiosender unterstützt wird. Für einen Euro pro Person können die Besucher eine Stunde Tretboot fahren. „Wenn alle unterwegs sind, wird das Wasser richtig schön durchgepflügt“, sagt Gregor Spalek. Zur organisatorischen Abwicklung können sich die Liberalen eine Anbindung an die Gastronomie am Obersee vorstellen.

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