Bielefelder Schulen und Polizei haben für Montag angekündigte Aktion im Blick
Auf „Querdenker“ vorbereitet

Bielefeld -

Schulen und Polizei in Bielefeld richten den Blick auf den kommenden Montag. Die Initiative „Querdenken 711“ soll Aktivisten deutschlandweit dazu aufgerufen haben, im Umfeld von Schulen an Eltern und Kinder unwirksame Masken auszuteilen und CO2-Tests unter den Masken anzubieten, die auf eine angebliche Unwirksamkeit von Masken hinweisen sollen.

Samstag, 07.11.2020, 05:08 Uhr aktualisiert: 07.11.2020, 05:10 Uhr
Die Maske gehört seit einigen Tagen im Unterricht wieder dazu. Die Initiative „Querdenken“ will am Montag mit einer Aktion auf die angebliche Wirkungslosigkeit hinweisen. Foto: dpa

Das Schulministerium hat auch die Bielefelder Schulleiter in einem Schreiben auf die Aktion, die Schüler dazu bringen soll, im Unterricht untaugliche Mund-Nase-Bedeckungen zu tragen und dadurch gegen die Coronaschutzbestimmungen zu verstoßen, hingewiesen.

Das Ordnungsamt und die Polizei sind informiert, „wir haben da ein Auge drauf“, bei Rechtsverstößen werde man entsprechend reagieren, sagt Polizeisprecherin Sonja Rehmert, wenngleich es derzeit keine Hinweise gebe, dass eine solche Aktion auch in Bielefeld geplant sei.

Bielefelder Schulleiter wollen am Montag dennoch einen besonderen Blick darauf werfen, ob Schüler mit falschen Masken in die Schule kommen, sind aber gelassen. „Wichtig ist: Wir respektieren andere Auffassungen“, sagt Sven Pachur, Leiter der Luisenschule. „Aber Gesundheitsgefährdung und Rechtsverstöße haben mit Meinungsfreiheit nichts zu tun.“ An seiner Schule werde man Aktivisten vom Schulgelände fernhalten.

Pachur zeigt sich auch gelassen, weil er unter seinen Lehrern, Schülern und den Eltern eine „deutliche gemeinsame Haltung“ und Einigkeit über die Sinnhaftigkeit des Maske-Tragens spüre.

Auch Annette Bondzio-Abbit von der Brackweder Realschule kennt nur einen einzigen Fall an ihrer Schule, bei dem sich Eltern über die Maskenpflicht im Unterricht beklagen. „Wir sind mit ihnen im Gespräch“, sagt die Rektorin. Das Kind komme trotz der Kritik der Eltern mit Maske zur Schule. Aber auch dort wurden Eltern zusätzlich sensibilisiert, indem über die Pflegschaft auf eine mögliche „Querdenken“-Aktion am Montag aufmerksam gemacht wurde.

Frank Ziegler, Leiter der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Gesamtschule, ist sich sicher: „Unsere Schüler und Lehrer sind sehr diszipliniert, was das Tragen von Masken angeht.“ Die jungen Leute seien in dieser Hinsicht „sehr aufmerksam“ und würden sich von Querdenker-Aktivisten wohl nichts andrehen lassen.

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