Projekt zur Sicherung der Trinkwasserversorgung
Bielefelder Informatikerin erhält Millionen-Förderung

Bielefeld (WB/epd) -

Für ihr Projekt zur Sicherung der Trinkwasserversorgung in Städten erhält die Bielefelder Informatikerin Barbara Hammer eine Millionen-Förderung der Europäischen Union. Aus Mitteln der EU-Forschungsförderung Synergy Grant fließen 2,4 Millionen Euro an die Universität Bielefeld, wie die Hochschule am Donnerstag mitteilte.

Donnerstag, 05.11.2020, 17:59 Uhr aktualisiert: 05.11.2020, 18:02 Uhr
Die Bielefelder Informatikerin Barbara Hammer erhält eine Millionen-Förderung der Europäischen Union. Foto: Sarah Jonek (Uni Bielefeld)

Die internationale Forschergruppe, zu der neben Hammer noch drei Wissenschaftler aus Zypern, Griechenland und den Niederlanden gehören, bekommt demnach für die kommenden sechs Jahre insgesamt zehn Millionen Euro.

Die vier Wissenschaftler forschen den Angaben zufolge dazu, wie sich die Trinkwasserversorgung in Städten trotz steigenden Wasserbedarfs zuverlässig sichern lässt. Dafür entwickeln sie neue technologische Methoden. Die Trinkwasserversorgung sei eine „kritische Infrastruktur, von der das Wohlergehen der Menschen einer Stadt abhängt“, sagte Hammer. Die Forscher wollten mit ihrem Projekt dafür sorgen, dass Wasserreinigungs- und Verteilungssysteme auch in wachsenden Städten kurz- und langfristig störungsfrei laufen.

Die promovierte Informatikerin Hammer war zunächst Professorin an der Technischen Universität Clausthal, ehe sie 2010 einen Ruf an die Universität Bielefeld annahm. Dort hat sie einen Lehrstuhl für Maschinelles Lernen und leitet an der Technischen Fakultät die Forschungsgruppe zu diesem Gebiet.

Hammer studierte nach ihrem Abitur in Osnabrück von 1989 bis 1995 Mathematik und Informatik an der Universität Osnabrück. 1999 wurde sie mit einer Dissertation zum Thema „Learning with Recurrent Neural Networks“ an der Universität Osnabrück promoviert.1 1999 war Hammer als Gastforscherin an der Rutgers University tätig. Von 1999 bis 2004 leitete sie eine vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur geförderte Nachwuchsforschergruppe im Projekt „Using neural methods to learn from structured data“ in Osnabrück. 2000 war sie als Gastforscherin am „Center for Artificial Intelligence & Robotics“ (CAIR) in Bangalore tätig. 2001 war sie als Gastforscherin an der Universität Pisa tätig. 2004 nahm sie den Ruf auf eine C 4-Professur an der Technischen Universität Clausthal an. 2005 lehrte sie als Gastprofessor an der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne. 2008 war sie als Gastforscherin an der Reichsuniversität Groningen tätig. 2010 folgte sie dem Ruf auf eine Professur an der Universität Bielefeld, wo sie seither den Lehrstuhl für Machine Learning an der Technischen Fakultät leitet.

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