Bäckerei Bürenkemper in Bielefeld verdoppelt die Fläche
Vom Bistro zum gemütlichen Café

Bielefeld -

Während einige angesichts der Coronapandemie und ihrer Folgen in Schockstarre verfallen, blicken andere in die Zukunft. Die Bäckerei Bürenkemper erweitert gerade ihre Filiale an der Hauptstraße in Bielefeld im Stadtteil Brackwede. Die Verkaufs- und Caféfläche wird mehr als verdoppelt: aus 120 Quadratmetern werden 300.

Sonntag, 01.11.2020, 16:43 Uhr aktualisiert: 01.11.2020, 16:46 Uhr
In der Filiale im Bielefelder Stadtteil Brackwede ist zur Zeit nur der Straßenverkauf geöffnet. Geschäftsführer Bernhard Bürenkemper und Franchisenehmerin Petra Wessel hoffen, dass der Lockdown nach vier Wochen endet – rechtzeitig zur Café-Eröffnung. Foto: Kerstin Sewöster

Möglich macht das der Auszug der Physiotherapie-Praxis Hermann und Harm, die von der Hauptstraße an den Stadtring gezogen ist. Hinter der Bäckerei-Filiale befanden sich die Praxisräume auf 340 Quadratmetern. Die Fläche teilt sich Geschäftsführer Bernhard Bürenkemper mit dem Bekleidungsfilialisten Ernstings Family, die ebenfalls für die Erweiterungsarbeiten geschlossen hat.

Aktuell gibt es Brot und Kuchen noch im Straßenverkauf, das Café ist bereits seit Anfang Oktober für die Umbauarbeiten geschlossen worden. Bernhard Bürenkemper, der das Familienunternehmen in dritter Generation gemeinsam mit seinem Vater und seiner Schwester Stefanie Wolff führt, hofft, dass der coronabedingte Lockdown nach vier Wochen beendet werden und er dann seine Gäste begrüßen kann. Auf jeden Fall gebe es dann noch mehr Platz, um dem gestiegenen Sicherheitsbedürfnis gerecht zu werden. Schon vor dem zweiten Lockdown habe man umfangreiche Sicherheitskonzepte umgesetzt.

Das neue Café befindet sich künftig im hinteren Bereich, wo großflächige Fensterscheiben den Raum mit Tageslicht fluten. 90 Sitzplätze wird es geben, bislang gab es knapp 20 Plätze im vorderen Bereich, einsehbar von der Hauptstraße. „Bislang hatten wir eher Bistro-Charakter. Jetzt bekommen wir ein richtiges Café, dafür haben wir uns einiges einfallen lassen. „Wir krempeln die Filiale auf links“, erklärt Bernhard Bürenkemper bei einer Baustellenbegehung. Im Café werde es aber weiterhin Selbstbedienung geben – „um das Preisniveau zu halten“, wie Bürenkemper sagt.

Die Brackweder Filiale sei eine besondere für das Unternehmen, wie der 42-Jährige betont. „Brackwede war 1980 die erste Filiale, die meine Eltern eröffnet haben.“ Die befand sich zunächst an der Bartholomäuskirche und zog fünf Jahre später in die Passage.

Die Bäckerei Bürenkemper feiert in diesem Jahr ihr 80-jähriges Bestehen. Die Anfänge machten 1940 in Ummeln eine kleine Bäckerei mit Lebensmittelladen. Noch heute befindet sich dort an der Gütersloher Straße Thekenbereich inklusive Cafébetrieb.

Sohn Bernhard übernahm 1974 den Betrieb und machte aus ihm eine reine Bäckerei und Konditorei. Eigene Filialen gab es noch nicht. Vielmehr belieferte er mit seinen Mitarbeitern kleinere Konsumläden und Gastronomiebetriebe.

2002 gehörten acht Filialen mit insgesamt 90 Mitarbeitern zum Unternehmen. Die Brackweder Filiale war die erste, die von einem Franchisenehmer betrieben wird. Zudem übernahm Bürenkemper sieben Filialen der Bäckerei-Konditorei Kriemelmann. Seit 2003 führt mit Bernhard Bürenkemper die dritte Generation das Unternehmen.

Heute zählen 47 Filialen zum Unternehmen. Inklusive der Franchisenehmer beschäftigt die Bäckerei Bürenkemper, die ihren Hauptsitz an der Fichtenstraße in Ummeln hat, etwa 600 Mitarbeiter.

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