Lediglich einige Eierwerfer in Bielefeld unterwegs
Halloween deutlich ruhiger

Bielefeld (WB/dpa). Am letzten Wochenende vor dem Teil-Lockdown waren einige Menschen in Deutschland noch mal in Feierlaune. So stimmten sich Nachtschwärmer zum Beispiel auf den bereits sichtlich entvölkerten Ausgehmeilen Hamburgs auf die wenig feierträchtigen Wochen im November ein. In Bielefeld vermeldete die Polizei „ein paar Eierwürfe gegen Hausfassaden wie sonst auch an Halloween“.

Sonntag, 01.11.2020, 10:30 Uhr aktualisiert: 01.11.2020, 10:46 Uhr
Halloween 2020 verlief in Deutschland deutlich ruhiger als in den Jahren zuvor. Foto: dpa

Insgesamt scheint das Wochenende aber eher beschaulich verlaufen zu sein - obwohl in diesem Jahr Halloween auf den Samstag fiel. Der Tag sei ruhig gewesen und nicht vergleichbar mit den Vorjahren, hieß es etwa von der Polizei in Dortmund.

Der amerikanische Halloween-Brauch - das Wort leitet sich von „All Hallows’ Eve“, dem „Abend vor Allerheiligen“ ab - ist inzwischen auch in Deutschland weit verbreitet. Am Abend des 31. Oktober wimmelt es vor Häusern normalerweise von Sensenmännern, Zombies, Skeletten und beleuchteten Kürbissen.

Viele Lokale schon zu

In Bochum war die Ausgehmeile „Bermuda-Dreieck“ am Samstagabend gut besucht, mitunter bildeten sich kurze Schlangen vor Lokalen. Nur einige wenige Besucher waren verkleidet, ob mit Skelett-Shirt oder als Star-Wars-Krieger. Allerdings blieb ein Teil der Restaurants und Bars dunkel – angesichts der Corona-Pandemie und der Ausgehzurückhaltung vieler Menschen hatten die Lokale schon zugemacht, noch bevor die staatlichen Einschränkungen an diesem Montag greifen - dann bleibt die Gastronomie bis zum Monatsende geschlossen. Erlaubt sind weiterhin Lieferdienste und Essen zum Mitnehmen.

Ab Montag sollen unter anderem auch Kinos und Theater sowie andere Kultur-, Sport- und Freizeitangebote für den kompletten November geschlossen bleiben. In dieser Zeit dürfen sich auch nur wenige Menschen privat treffen. Bund und Länder hatten am Mittwoch die drastischsten Einschränkungen des öffentlichen Lebens seit dem Frühjahr beschlossen.

Einige Einsätze wegen Ruhestörung

„Gefühlt nutzen die Leute die Tage vor dem Lockdown noch aus“, hatte am Samstag ein Sprecher des Polizeipräsidiums Regensburg gesagt. In der Nacht auf Samstag habe es in der Regensburger Innenstadt einige Einsätze wegen Ruhestörung gegeben. Ebenso in Augsburg: „Der Freitag war ein bisschen unruhiger“, hatte dort ein Polizeisprecher mitgeteilt.

In Hamburg fiel die Wochenendbilanz deutlich nüchterner aus. Die Große Freiheit - eine Nebenstraße der Reeperbahn - ist eigentlich bekannt für wilde Nächte und dichtes Gedränge, aber diesmal prägten Leere und verstärkte Polizeipräsenz das Wochenende. „Normalerweise sind hier an einem Samstag um die Jahreszeit rund 22.000 Menschen, jetzt sind es vielleicht 2000“, sagte ein Polizist. Grund dafür sei auch die schon vor dem Teil-Lockdown eingeführte Sperrstunde, nach der alle Gaststätten zwischen 23 und 5 Uhr schließen mussten.

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