Politik, Schule und Kita unterstützen Initiative für Limit an der Babenhauser Straße
Rückendeckung für Tempo 30

Bielefeld (WB). „Ich lasse nicht locker“, hatte Gerda Tödheide im August erklärt. Ihr Ziel: Dass auf der Babenhauser Straße im Abschnitt vor der Grundschule, der Leineweberschule, der Kita Babenhausen und der Kirche für Autos eine Begrenzung auf Tempo 30 eingeführt wird. Klare Unterstützung erhält sie für ihre Initiative nun aus der Politik, von der Schule und der Kita.

Donnerstag, 29.10.2020, 05:20 Uhr
Gerda Tödheide (von links), die erneut die Initiative zur Temporeduzierung ergriffen hat, vor Ort an der Babenhauser Straße mit Sabine Schneider, Leiterin der Grundschule Babenhausen, Dornbergs Bezirksbürgermeister Paul John (Grüne) und Rebecca Möller, Schulpflegschaftsvorsitzende der Grundschule Babenhausen, mit Johanna (2) und Emilia (8). Foto: Thomas F. Starke

Bei einem Ortstermin bekräftigten Schulleiterin Sabine Schneider, Kita-Leiterin Christine Schönherr und Dornbergs Bezirksbürgermeister Paul John (Grüne), wie gefährlich die Situation an der Babenhauser Straße für die Kinder ist und dass sie sich ebenfalls dafür einsetzten, dass ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern eingerichtet wird.

Abschnitt gilt als außerorts

Und das schon seit langem. „Wir fordern seit ungefähr zehn Jahren, dass dies kommt. Und dabei spreche ich für die gesamte Bezirksvertretung“, erklärte John. Sabine Schneider zeigte einen Stapel Papier mit dem Schriftverkehr, den sie bislang mit dem Landesbetrieb Straßen NRW geführt hat.

Denn dieser ist für die Babenhauser Straße im fraglichen Abschnitt zuständig, da der als „außerorts“ eingestuft ist. Deshalb sei dort eine Tempobegrenzung nur umzusetzen, wenn es einen Unfallschwerpunkt gebe. Diesen habe die Unfallkommission dort aber nicht festgestellt, hatte Patrick Kühn vom städtischem Amt für Verkehr schon im August erklärt.

Doch für die Kinder sei es „eine Angstsituation“, an der Babenhauser Straße entlang zu laufen, betont Schulleiterin Sabine Schneider. „Der Verkehr hat stark zugenommen und hier fahren auch viele Lkw.“ Ihre Hoffnung ist deshalb, dass wenn der Straßenbelag der Babenhauser Straße demnächst saniert werden soll, auch die Unfallgefahr in den Blick genommen werde.

Auch Ampelschaltung bereitet Sorgen

Doch auch bei anderen Maßnahmen, die für mehr Sicherheit sorgen sollen, haben sie erst vor einigen Wochen eine Absage von Straßen NRW bekommen. „Wir haben uns dafür eingesetzt, dass der Radweg deutlicher markiert wird. Doch da hier kein Unfallschwerpunkt sei, sei dies nicht notwendig, heißt es in der Antwort.“

Sorge bereitet auch die Schaltung der Fußgängerampel, über die viele Kinder in das gegenüberliegenden Wohngebiet Thomashof gehen, erklären Sabine Schneider und Christine Schönherr. „Die Grünphase ist so kurz, dass die Kinder es ganz nicht schaffen, in dieser Zeit die Straße zu überqueren. Kinder, die nicht so sicher sind, bleiben dann auf der Straße stehen, wenn die Ampel auf Rot springt“, sagt die Schulleiterin.

Bezirksvertretung will Thema erneut aufgreifen

Bezirksbürgermeister John sagte zu, dass die Dornberger Bezirksvertretung sich in jeden Fall weiter einsetzen wolle für Tempo 30. Voraussichtlich in der zweiten Sitzung im Dezember soll das Thema auf der Tagesordnung stehen. Und dann will Gerda Tödheide einen Bürgerantrag einbringen, der genau dies fordert. Sie bekräftige beim Ortstermin erneut: „Ich lasse nicht locker.“

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7652750?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198387%2F2513179%2F
Weihnachtsferien sollen auf 16. Dezember vorgezogen werden
Stühle sind in einem Klassenzimmer hochgestellt. Die Weihnachtsferien sollen in diesem Jahr früher stattfinden.
Nachrichten-Ticker