An der Oetkerhalle haben die Bauarbeiten zur Außengastronomie begonnen – Picknick-Konzept soll Konzert- wie Spaziergänger zufrieden stellen
Picknicken im „ROH Garten“

Bielefeld (WB). Der gastronomische Dornröschenschlaf der Rudolf-Oetker-Halle soll 2021 auch im Außenbereich des Gebäudes ein Ende haben. Bis zur Jahresmitte will dort Catering-Unternehmer Hans-Peter Rosendahl, der im früheren Garderobensaal der Halle bereits den neuen Thekenbereich bewirtschaftet, den so genannten „ROH Garten“ eröffnen. Die Bauarbeiten an einem quaderförmigen, 8,5 mal 6,5 Meter großen Pavillon auf der östlichen Terrassenseite des Konzerthauses haben jetzt begonnen.

Dienstag, 06.10.2020, 04:00 Uhr aktualisiert: 06.10.2020, 11:00 Uhr

Nach Angaben des Architekten Markus Bergedieck ist ein komplett losgelöstes Gebäude „mit leichter Optik“ und einer Messing-Glas-Fassade geplant, die sich großflächig aufschieben lässt. Im Pavillon fänden ausschließlich die Ausgabetheke sowie Lager- und Kühlräume Platz, jedoch keine Kunden. Denn die sollen sich ja draußen aufhalten – auf der bis dahin neu bestuhlten Terrasse mit 198 Sitzmöglichkeiten und seinen großen, beleuchtbaren Sonnenschirmen oder irgendwo anders im Bürgerpark.

Speisen und Getränke in Gläsern und Flaschen

ROH – was sich von den drei Anfangsbuchstaben der Rudolf-Oetker-Halle ableitet, ist als gastronomisches Angebot sowohl für Konzertbesucher gedacht, als auch für Menschen, die im schönen Ambiente des Parks „einfach nur so“ ein Getränk oder einen Imbiss zu sich nehmen wollen. Hinter dem Namen verbirgt sich ein Bewirtungskonzept, das es laut Hans-Peter Rosendahl so in Bielefeld noch nicht gibt: Der Kunde erhält eine wiederverwertbare, speziell entwickelte und designte Kunststofftasche, in der er seine Speisen und Getränke in Gläsern und Flaschen gegen Pfand entgegennimmt. So soll die Rückgabe des Geschirrs von der Terrasse beziehungsweise vom Picknicken im Park gesichert werden.

Das kulinarische Angebot des Pavillons erstrecke sich von Kuchen und Desserts über Salate bis hin zu herzhaften, an besonderen Aktionstagen auch warmen Gerichten, versichert Caterer Hans-Peter Rosendahl. Gekocht werden soll im „ROH Garten“ in der Regel aber nicht. Alle Speisen, geplant sind auch vegetarische und vegane Kleinigkeiten, dazu Saisonales und Regionales, stammt aus der Cateringküche der Firma an der Falkstraße.

Mehrwert für den Bielefelder Westen

Mit dem Bau des Pavillons erhält die Oetkerhalle im hinteren linken Bereich moderne Sanitäranlagen, die sowohl von Kunden der neuen Außengastronomie als auch von Musikern und anderen Bühnenkünstlern genutzt werden können. Orchester- und Konzerthausdirektor Martin Beyer war es wichtig, dass der Pavillon der Wertigkeit der Halle entspricht und langfristig angelegt wird. Er sieht im Picknick-Konzept des „ROH Gartens“ einen deutlichen Mehrwert für Konzertgänger, für Spaziergänger aber auch für den Bielefelder Westen insgesamt. Beyer kann sich vorstellen, bestimmte, kleinere Veranstaltungen oder Empfänge künftig von vorn herein draußen einzuplanen.

Zur Umsetzung der baulichen Ideen nimmt der Immobilienservicebetrieb (ISB) der Stadt als Eigentümer der Oetkerhalle rund 200.000 Euro in die Hand. Bis zu 100.000 weitere Euro soll die gastronomische Ausstattung kosten. Die Denkmalschutzbehörde hat wohl keinerlei Bedenken bezüglich der Arbeiten in und an dem 1929/1930 errichteten Bauwerk.

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