Bielefelder Landtagsabgeordnete ist am Freitag Mutter geworden
Christina Kampmann (SPD) freut sich über Zwillinge

Bielefeld/Gütersloh (WB/mdel). Die SPD-Landtagsabgeordnete Christina Kampmann (40) ist am Freitag Mutter von Zwillingen geworden. Das gab die 40-Jährige auf Twitter bekannt.

Samstag, 03.10.2020, 17:19 Uhr aktualisiert: 03.10.2020, 18:12 Uhr
Mutterglück: Christina Kampmann (40) hat Zwillinge bekommen. Foto: dpa

„Im Sommer hast Du angerufen und gesagt, ich soll ein Bild schicken, wenn meine Zwillinge geboren sind. Jetzt bist Du drei Tage vorher gestorben, aber ich werde Ihnen erzählen, was für ein wunderbarer Mensch und Kämpfer für eine humanitäre Asylpolitik du warst.” Ihren emotionalen Twitter-Post richtete Christina Kampmann an Rüdiger Veit. Der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete und Landrat des Kreises Gießen war am 29. September im Alter von 71 Jahren verstorben.

Nachdenkliche Worte hatte die frühere NRW-Familienministerin bereits während ihrer Schwangerschaft geäußert. „Zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Warum Kinderkriegen und der Politikbetrieb (noch) nicht so richtig zusammenpassen wollen“, überschrieb sie einen Beitrag auf ihrer Homepage.

„Kristina Schröder und Manuela Schwesig haben als Familienministerin Kinder bekommen (übrigens das erste Mal in diesem Amt) und gezeigt, dass das zwar möglich, aber auch mit Hürden verbunden ist“, so die 40-Jährige. Sigmar Gabriel habe als Vizekanzler verkündet, sein Kind einmal die Woche von der Kita abzuholen. Sicherlich ein wichtiger Schritt, denn für die Vereinbarkeit von Politik und Familie brauche es auch die Männer.

Nachdenkliche Worte

„Trotzdem einer, über den wir eigentlich längst hinaus sein sollten, aber immer noch nicht sind. Und im Thüringer Landtag gibt es seit diesem Jahr eine Einigung, dass Babys mit ins Plenum gebracht werden dürfen, nachdem eine Abgeordnete und ihr wenige Wochen alter Sohn 2018 des Saals verwiesen worden waren“, schreibt Kampmann.

„Sieht so ein berufliches Umfeld aus, indem man sich unbesorgt dafür entscheidet, Kinder zu bekommen? Wohl kaum und dennoch haben ich und einige andere Frauen sich auch während ihrer politischen Arbeit für diesen Weg entschieden“, so die gebürtige Gütersloherin. Sie sei froh, dass es inzwischen einige Frauen und Männer gebe, die während ihrer parlamentarischen Arbeit Kinder bekämen.

„Als mein Freund und ich uns dazu entschieden haben, ahnten wir allerdings noch nicht, dass wir Zwillinge bekommen würden und uns das nochmal vor ganz neue Herausforderungen stellen würde, die man mit einem Kind so nicht hat. Mit Zwillingskinderwagen im Zug dürfte es dabei ebenso schwierig werden, wie davon auszugehen, dass zwei Kinder in Gremiensitzungen immer ruhig schlafen oder sich schon nach wenigen Wochen mit sich selbst beschäftigten. Nicht nur über diese Dinge mache ich mir seit dem Beginn meiner Schwangerschaft viele Gedanken“, heißt es auf ihrer Homepage.

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