Unfall nach Sekundenschlaf? – Fahrer bleibt unverletzt – A2 in der Nacht gesperrt
Lastwagen rast in Leitplanke

Bielefeld (WB/cm). Nachdem ein polnischer Lkw-Fahrer mit seinem Sattelzug von der Fahrbahn abgekommen war, musste die Autobahn 2 zwischen Bielefeld-Ost und Bielefeld-Süd in der Nacht auf Freitag gesperrt werden. Die Leitplanke bohrte sich in das Führerhaus, der Fahrer blieb glücklicherweise unverletzt. Die aufwendigen Bergungsarbeiten dauerten bis in den Morgen.

Freitag, 02.10.2020, 07:26 Uhr aktualisiert: 03.10.2020, 18:46 Uhr
Der Sattelzug fuhr durch das Grün neben der Fahrbahn und krachte in die Leitplanke. Foto: Christian Müller

Nach Auskunft der Autobahnpolizei geriet der Laster gegen 2.55 Uhr wenige hundert Meter hinter der Auffahrt Bielefeld-Ost nach rechts von der Fahrbahn ab. Der Sattelzug fuhr durch das Grün neben der Fahrbahn und krachte in die Leitplanke. Diese bohrte sich durch die Fahrerkabine und den Auflieger. Der Fahrer blieb unverletzt. Durch die Wucht des Aufpralls landete seine Reisetasche ebenso auf dem fast leeren Auflieger.

Ursächlich könnte ein Sekundenschlaf des Fahrers gewesen sein. Den genauen Unfallhergang ermittelt die Polizei. Die Beamten waren gemeinsam mit der Straßenmeisterei im Einsatz und sperrten die Autobahn für etwa zweieinhalb Stunden.

Auch die Bielefelder Feuerwehr war mit einem Öl-Gerätewagen und der Löschabteilung Hillegossen alarmiert, da Betriebsstoffe ausliefen. Bis zur Räumung und Reinigung der Unfallstelle durch eine bestellte Kehrmaschine sollte der rechte Fahrstreifen bis etwa 7.30 Uhr nicht befahrbar gewesen sein, teilte ein Polizeisprecher mit.

Hoher Sachschaden

Am Laster und der Leitplanke entstand hoher Sachschaden. Die Profis vom Bielefelder Abschleppcenter waren mit drei Fahrzeugen vor Ort und hatten den havarierten Sattelzug geborgen, sagte Mike. »Wenn wir zu Lkw-Unfällen auf die Autobahn gerufen werden, stellen wir uns immer auf das Schlimmste ein. Der Fahrer hatte unglaublich großes Glück, die Leitplanke schoss durch sein Führerhaus. Nachdem wir die Kardanwelle ausgebaut hatten, um weitere Schäden zu vermeiden, konnten wir den Sattelzug von der Autobahn schleppen.«

 

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