Anwohner in Heideblümchen fordern mehr Verkehrssicherheit in ihrem Ortsteil
„Wir machen Dampf“

Bielefeld (WB). Drei Unfälle seit Ende der Sommerferien, bei einem wurde ein Elfjähriger auf dem Weg zur Schulbushaltestelle schwer verletzt (das Westfalen-Blatt berichtete am 21. August) – den Anwohnern im Ortsteil Heideblümchen reicht es. Gut 30 Frauen und Männer folgten einem Aufruf von Barbara Kleffmann und versammelten sich im Kreuzungsbereich Sender Straße/ Heideblümchenweg. Auch Bezirksbürgermeister Lars Nockemann kam und diskutierte mit den Anwohnern die Gefahrenlage.

Freitag, 02.10.2020, 05:00 Uhr
Etwa 30 Menschen waren am Mittwochabend an die Sender Straße gekommen, um mit Bezirksbürgermeister Lars Nockemann (rechts) über die aus ihrer Sicht gefährliche Verkehrssituation an der Sender Straße zu diskutieren. Barbara Kleffmann (mit Rollator) hatte zu der Runde aufgerufen. Jetzt will die 68-Jährige eine Unterschriftenaktion initiieren. Foto: Kerstin Sewöster

Gefährliche Situationen

Dass die besteht, darüber gibt es für Barbara Kleffmann und ihre Mitstreiter keine Zweifel. Auf der Sender Straße, die vom Krackser Bahnhof Richtung Sende führt sind innerorts Tempo 50 Stundenkilometer erlaubt. Doch halten sich die wenigsten daran, wie die 68-Jährige meint, die seit eineinhalb Jahren in Heideblümchen lebt. Zu gefährlichen Situationen komme es immer wieder, auch weil auf dem unbefestigte Seitenstreifen am Grundstück der mittlerweile abgerissenen Gaststätte Lastwagen parken und die Sicht versperren. Eine einfache Lösung sei, Betonpoller auf die Fläche zu stellen und so das Parken der Lkw zu verhindern, schlägt Anwohner Rüdiger Offelnotto vor. Ein Parkverbot für Lkw müsse für den ganzen Ortsteil gelten, ergänzt Barbara Kleffmann. Bezirksbürgermeister Lars Nockemann verspricht, das Gespräch mit dem Investor zu suchen, der das Grundstück der ehemaligen Gaststätte gekauft hat.

Lkw versperren die Sicht

„Die Sender Straße lädt zum Schnellfahren ein, aber sie ist auch tückisch“, meint Barbara Kleffmann. Insbesondere der Knotenpunkt Kreuzungsbereich Heideblümchenweg/Sender Straße sei gefährlich, meint Kleffmann: Lkw versperren die Sicht, die Bushaltestelle liege völlig ungesichert am Straßenrand. Es gebe keine gesicherte oder gar behindertengerechte Aussteigemöglichkeit. „Die Wegeführung ist ebenfalls weder für Mütter mit Kinderwagen noch für gehbehinderte Menschen tauglich.“ Gefährdend sei zudem, dass der Verkehr aus dem Heideblümchenweg oft viel zu schnell auf die Sender Straße fahre. „Ein Stoppschild würde hier schnell helfen“, meint Kleffmann. Die beste Lösung, meint sie und bekommt viel Zustimmung von den anderen Bürgern, sei ein Kreisel. Dann wäre Tempo 30, das ist ihre Alternativforderung, sogar überflüssig. Sinnvoll sei weiter auch eine Kreisellösung im Bereich der St.-Heinrich-Straße. Generell wünscht sie sich mehr Kontrollen durch die Polizei – „aber wenn die blitzen, dann an der Autobahnbrücke und nicht im Ort“.

Nur ein Gehweg

Barbara Kriescher bemängelt, dass es nur einen Gehweg entlang der Sender Straße gebe – „und den teilen sich Radfahrer und Fußgänger in beiden Richtungen“. Da werde es schon manchmal eng. Eine weitere Gefahrenzone bedeute die Sender Straße im Bereich Ginsterweg/ Brombeerweg, wo sich auch der Kinder- und Jugendtreff Pia sowie die Kindertagesstätte Heideblümchen befinden. Es gebe jedoch nur ein Hinweisschild auf Schülerverkehr. Barbara Kleffmann fordert den ausdrücklichen Hinweis auf die Einrichtung und Tempo 30.

Bezirksbürgermeister Lars Nockemann kündigt eine Begehung in Heideblümchen mit Ordnungsamt und Amt für Verkehr an. Des Weiteren empfiehlt er den Anwohnern im Ortsteil eine Unterschriftenaktion zu organisieren, zu der sich spontan alle Anwesenden bereit erklären. Barbara Kleffmann hat schon einen ganzen Forderungskatalog zusammengestellt.

Neben einer einheitlichen Tempoführung 50 Stundenkilometer beginnend vom Krackser Bahnhof bis Ortseingang fordert sie auch ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern im Bereich der Autobahnbrücke auf der Sender Straße bis zur Ortsgrenze.

Forderung nach Tempo 30

Maximal 30 Stundenkilometer sollen auch auf dem Heideblümchenweg bis zur Querung zur Gildemeisterstraße sowie in allen Nebenstraße des Ortsteils gelten. Des Weiteren fordert die 86-Jährige Zebrastreifen in Höhe Ginsterweg/Brombeerweg, auf dem Heideblümchenweg sowie in Höhe der Buskehre (Richtung Sender Friedhof) oder wie bereits genannt einen Kreisel in dem Bereich.

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