Unternehmen dürfen sich keinen „Corona-Jahrgang“ leisten - Fördermöglichkeiten für Betriebe
Zeitverzug bei Vermittlung von Lehrstellen

Bielefeld (WB/in). Nach wie vor hinkt der Lehrstellensektor in Ostwestfalen-Lippe coronabedingt der Entwicklung in den vergangenen Jahren hinterher.

Donnerstag, 01.10.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 01.10.2020, 06:02 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa

Zwar habe sich die Lage gerade wieder belebt. Trotzdem liege die Zahl der Ausbildungsverträge aktuell erst auf dem Niveau von Anfang bis Mitte August 2019, erklärte am Mittwoch Thomas Richter, Leiter der Arbeitsagentur in Bielefeld. Einen „Corona-Jahrgang“ dürften sich die Unternehmen bei den Azubis aber nicht leisten. Sonst werde sich der Fachkräfteknappheit noch verstärken.

Fördermöglichkeiten für Betriebe

Um dem entgegenzuwirken, verschickt die Arbeitsagentur in Bielefeld und Gütersloh mit der Industrie- und Handelskammer, der OWL-Handwerkskammer und den Bürgermeistern bzw. Oberbürgermeister in Bielefeld und dem Kreis Gütersloh einen Brief an alle kleinen und mittleren Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten, um sie auf die aktuellen Fördermöglichkeiten aufmerksam zu machen.

Demnach können sie für jeden Ausbildungsplatz 2000 und jeden neu eingerichteten sogar 3000 Euro erhalten. Für die Jugendlichen gelte, dass der Zug zu einem Ausbildungsplatz noch nicht abgefahren sei. Die letzten Entscheidungen zugunsten von Bewerbern würden Unternehmen frühestens im Dezember treffen. Richter: „Auch Betriebe in Kurzarbeit bilden aus.“

Konkrete aktuelle Zahlen der Arbeitsagentur zur Entwicklung auf dem OWL-Ausbildungsmarkt gibt es traditionell erst wieder Anfang Oktober.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7610507?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198387%2F2513179%2F
James-Bond-Legende Sean Connery ist tot
Der Schauspieler Sean Connery ist tot.
Nachrichten-Ticker