Bau des Begegnungszentrums Bültmannshof geht voran – zusätzliche Angebote geplant
Noch ein Jahr bis zum Neustart

Bielefeld (WB). Am Bültmannshof entsteht ein neuer Mittelpunkt des Quartiers. Der Neubau, der das in die Jahre gekommene und im Frühjahr abgerissene Begegnungszentrum ersetzt, soll im Oktober 2021 fertig sein und dann neben den bisherigen Angeboten auch neue Formate für die Menschen im Viertel und alle Besucher bieten. Der knapp vier Millionen Euro teure Bau sei auch Teil der Umwandlung der Liegenschaften der Dietrich-Bonhoeffer-Kirchengemeinde, die Modellcharakter haben könne auch für andere Gemeinden, erklärt Mark Brüning, Architekt und Bauberater des Evangelischen Kirchenkreises Bielefeld.

Donnerstag, 01.10.2020, 04:30 Uhr
Nachdem im März und April das alte Gebäude abgerissen worden war, ist nun der Rohbau schon weit fortgeschritten. Foto: Hendrik Uffmann

Bethel regional als Mieter

Wie berichtet, war das inzwischen abgerissene Gebäude an der Ecke Kurt-Schumacher-/Jakob-Kaiser-Straße 1968 als Gemeindehaus für die Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde errichtet worden. Als dann die Nutzfläche von etwa 1500 Quadratmetern zu groß wurde für die Gemeinde, hatte Bethel regional 2008 die Räume als Mieter übernommen und dort das Begegnungszentrum eingerichtet, in dem es zahlreiche Angebote gab wie unter anderem eine Mal- und eine Holzwerkstatt, Tanzkurse, einen Chor und einen Kulturkreis, einen Mittagstisch, Kino, einen Spieltreff und Kurse der Volkshochschule.

Inzwischen war das Haus jedoch sanierungsbedürftig und entsprachen die Räume nicht mehr den heutigen Anforderungen. „Es war in keinster Weise barrierefrei“, erläutert Brüning.

Wie im Frühjahr des vergangenen Jahres bekannt geworden war, waren deshalb die Pläne für den Neubau entstanden, der im April dieses Jahres begonnen hat, nachdem die Angebote des Begegnungszentrums bereits im Sommer 2019 übergangsweise in das früherer Gemeindehaus des Lydia-Gemeinde am Johanniskirchplatz umgezogen waren.

18 Wohnungen

Auf dem etwa 3800 Quadratmeter großen Grundstück entsteht nun ein Flachdachbau mit zwei Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss, dessen Architektur und Putzfassade sich mit klarer und moderner Struktur an der Umgebungsbebauung orientiert. Insgesamt bietet er knapp 3000 Quadratmeter Nutzfläche. Ein Großteil davon wird für Wohnungen genutzt, erklären Mark Brüning und Cornelia Winter, Geschäftsführerin der Kirchlichen Wohnungswirtschaft.

Im Erdgeschoss im östlichen Teil des Gebäudes sowie im Ober- und Staffelgeschoss gibt es insgesamt 18 Wohnungen mit Größen zwischen 39 und 112 Quadratmetern, alle mit Balkon oder Terrasse und barrierefrei. „Wir wollen eine bunte Mischung an Mietern, von Einzelpersonen bis hin zu Familien“, so Brüning. Einige wenige Wohnungen wird Bethel regional anmieten für Menschen mit Einschränkungen. Die Mietpreise sollen laut Cornelia Winter zwischen 8,50 und 11,50 Euro pro Quadratmeter liegen.

Jaques Meyer-Kemper (Bethel regional, von links), Mark Brüning (Kirchenkreis), Rainer Lorenz (Bethel regional) und Cornelia Winter (Geschäftsführerin Kirchliche Wohnungswirtschaft) auf der Baustelle an der Ecke Kurt-Schumacher/Jakob-Kaiser-Straße.

Jaques Meyer-Kemper (Bethel regional, von links), Mark Brüning (Kirchenkreis), Rainer Lorenz (Bethel regional) und Cornelia Winter (Geschäftsführerin Kirchliche Wohnungswirtschaft) auf der Baustelle an der Ecke Kurt-Schumacher/Jakob-Kaiser-Straße. Foto: Hendrik Uffmann

Im westlichen und südlichen Teil des Erdgeschosses in Richtung Jakob-Kaiser-Straße wird es Räume für das neue Begegnungszentrum geben. Für dieses werden etwas 350 Quadratmeter zur Verfügung stehen, einschließlich eines 85 Quadratmeter großen Saals und Büroräumen.

Erweitert werden sollen auch die Angebote in dem Treffpunkt, sagt Jacques Meyer-Kemper, zuständiger Bereichsleiter bei Bethel regional. „Dabei geht es um digitale Teilhabe zum Beispiel durch Smartphone- und Tablet-Kurse, die offen sind für das ganze Quartier.“

Gemeinde ist Bauherr

Bauherr des Neubaus ist die Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde, so Mark Brüning, finanziert wird das Projekt laut Cornelia Winter ohne Fördergelder mit Eigenmitteln der Gemeinde und Krediten.

Der Neubau sei Teil der Standortentwicklung in dem Viertel durch die Gemeinde, zu der auch die Sanierung der Bonhoeffer-Kita und des alten Pfarrhauses gehören, erklärt Brüning. „Dies kann exemplarisch sein. Denn davon profitieren die Gemeinde, die Menschen im Viertel durch die Angebote von Partner wie Bethel regional und auch die Stadt durch die neuen Wohnungen.“

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