Unfallursache noch nicht geklärt – Netzwerk hält Veranstaltung dennoch für angemessen
Nach tödlichem Unfall: Radentscheid lädt zu Mahnwache

Bielefeld (WB/abe). Nach dem tödlichen Unfall einer Radfahrerin (64) aus Bielefeld hält es der Radentscheid Bielefeld für notwendig, eine Mahnwache zu veranstalten. Dabei ist die Unfallursache noch nicht einmal geklärt.

Freitag, 25.09.2020, 14:34 Uhr aktualisiert: 25.09.2020, 14:36 Uhr
Donnerstagabend kam bei einem Unfall eine Radfahrerin ums Leben. Obwohl die Ermittlungen noch laufen lädt der Radtentscheid für Freitagabend zur Mahnwache ein. Foto: Christian Müller

In einer Mitteilung lädt der Radentscheid für diesen Freitag um 19.30 Uhr an die Unfallstelle ein. Wie berichtet, war eine Fahrradfahrerin an der Kreuzung Jöllenbecker Straße/Ecke Voltmannstraße unter einen Lastwagen geraten. Am Donnerstagabend verstarb die Bielefelderin im Krankenhaus.

Bekanntlich verfolgt der Radentscheid klare Ziele. Die Initiative setzt sich für eine bessere Fahrradinfrastruktur ein, damit Menschen mit dem Rad sicher und komfortabel ans Ziel kommen. Der Radentscheid hält die Mahnwache für richtig und auch für angemessen, obwohl die Ermittlungen zum Unfallhergang noch andauern.

In der Mitteilung heißt es: „Mit der Mahnwache gedenken wir der dort am Donnerstag bei einem Unfall getöteten Radfahrerin und setzen ein Zeichen für mehr Sicherheit. Unabhängig von der Unfallursache und der Schuldfrage laden wir alle dazu ein, ihr Mitgefühl zu zeigen und sich mit uns für mehr Sicherheit einzusetzen.“

Die genaue Unfallursache und der Unfallhergang sind noch ungeklärt. Dennoch hält es der Radentscheid für angemessen, für seine Ziele zu werben. Ob es besser wäre, nach dem Tod der Frau zunächst einmal die Ergebnisse der Sachverständigen abzuwarten, ließ der Radentscheid offen.

Kommentare

Hagedorn Christian  wrote: 27.09.2020 11:19
Empathie benötigt keinen Sachverständigen
Zur Mahnwache kamen am Unfallort Menschen zusammen, welche einen ersten Ort derTrauer einrichten und den Angehörigen ihr Mitgefühl bekunden wollten, welche vielleicht mit den Blumen und Kerzen auch ein wenig Trost spenden wollten.

Es ging hier nicht um ein „Aktenzeichen“ und den „Tathergang“
Hier stand und steht das Gedenken an eine Frau im Vordergrund, welche durch den Unfalltot eine große Lücke für trauernde Eltern, Ehepartner, Kinder und Enkelkinder hinterlässt.

Auch dem Fahrer galt das Mitgefühl, welcher durch dieses schreckliche Ereignis eine wahrscheinlich nur schwer zu ertragende Last mit sich führen wird.

Das unter den anwesenden Bürgern auch viele Radfahrer wahren ist wohl auch dem Umstand geschuldet, dass wahrscheinlich nicht wenige von ihnen schon mal unfreiwilligen körperlichen Kontakt mit Kraftfahrzeugen hatten.

Es ist auch dem Umstand geschuldet das die Angst um Angehörige auf deren alltäglichen Wegen mit auf dem Rad und zu Fuß, um die Kinder auf dem Wegen zur Schule oder zu Freunden unterschwellig immer präsent ist.

Den Bielefeld ist leider keine fahrradfreundlich Stadt!

Eine Vereinnahmung des Unfalls sehe ich nicht und ebensowenig eine Vorverurteilung des LKW-Fahrers.
Pazulo Schlorb  wrote: 25.09.2020 19:44
Hier ist ein Mensch gestorben...!
Der "Radentscheid" schreibt:

„Mit der Mahnwache gedenken wir der dort am Donnerstag bei einem Unfall getöteten Radfahrerin und setzen ein Zeichen für mehr Sicherheit. Unabhängig von der Unfallursache und der Schuldfrage laden wir alle dazu ein, ihr Mitgefühl zu zeigen und sich mit uns für mehr Sicherheit einzusetzen.“

Auf den Satz:
"Ob es besser wäre, nach dem Tod der Frau zunächst einmal die Ergebnisse der Sachverständigen abzuwarten, ließ der Radentscheid offen. "
,hätte die "WB" auch gerne verzichten können!
b  wrote: 25.09.2020 17:20
a
Wäre interessant zu wissen, was die Meinung des Autors dazu ist, denn das kam in dieser Nachricht leider nicht rüber.
Total 3 comments
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