Für Mittwoch hat Verdi Aktionen an mehreren Kliniken im Kreis Minden-Lübbecke angekündigt
Warnstreik im öffentlichen Dienst - in Gütersloh auch Kitas betroffen

Bielefeld/Gütersloh/Minden (dpa). In Nordrhein-Westfalen beginnen am Dienstag Warnstreiks im öffentlichen Dienst . Verdi hat Beschäftigte in Unna, Duisburg, Remscheid und Gütersloh zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

Montag, 21.09.2020, 16:01 Uhr aktualisiert: 22.09.2020, 08:30 Uhr
Ein Mann hat bei einem Warnstreik vor dem roten Verdi-Logo eine Trillerpfeife im Mund (Symbolbild). Foto: Patrick Seeger/dpa

In Gütersloh sollen sich auch Mitarbeiter der städtischen Kindertagesstätten an den ganztägigen Aktionen beteiligen, wie der Verdi-Bezirk Ostwestfalen-Lippe mitteilte. Außerdem sollen dort die Stadtverwaltung und die städtische Klinik bestreikt werden.

4,8 Prozent mehr Lohn gefordert

Verdi fordert für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen 4,8 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat.

Die Arbeitgeber haben in den ersten zwei Verhandlungsrunden noch kein Angebot vorgelegt. Daraufhin kündigte Verdi Warnstreiks in Deutschland an.

Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Oktober angesetzt.

In Duisburg hat Verdi Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. In Unna sind die Stadt- und die Kreisverwaltung betroffen, in Remscheid die Stadtverwaltung.

Für Mittwoch Aktionen an Kliniken im Kreis Minden-Lübbecke angekündigt

Auch in den folgenden Tagen werde es in Nordrhein-Westfalen Warnstreiks geben, teilte der Verdi-Landesbezirk weiter mit. Aktionen sind am Mittwoch an mehreren Kliniken im Kreis Minden-Lübbecke angekündigt. Auch in Bergkamen, Kamen, Hamm und Schwerte wurden Mitarbeiter für Mittwoch in den Ausstand gerufen.

„Gestern wurde applaudiert – und heute zeigen die Arbeitgeber ihr wahres Gesicht“, sagte Gabriele Schmidt, NRW-Landesbezirksleiterin. Die Kosten der Corona-Pandemie dürften nicht zu Lasten der Beschäftigten gehen. „Jetzt immer noch kein Angebot vorzulegen, zeugt nicht von Wertschätzung gegenüber den stark belasteten Beschäftigten“, sagte Schmidt.

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