CDU scheitert mit Forderung nach Neuauszählung im Wahlbezirk 5
63.000 Briefwähler bei Stichwahl

Bielefeld (WB). Nur 15 Stimmen Unterschied, und das bei 38 ungültigen Stimmen. Die CDU hat am Freitag im Wahlausschuss die Neuauszählung im Rats-Wahlbezirk 5 (Stauteiche) gefordert, konnte sich damit aber nicht durchsetzen. Jetzt ist das Ergebnis von Rats-, Bezirksvertretungs- und Integrationsratswahl amtlich .

Samstag, 19.09.2020, 06:15 Uhr aktualisiert: 19.09.2020, 06:20 Uhr
Der Wahlausschuss hat jetzt das Ergebnis von Rats- und Bezirksvertretungswahl festgestellt. 53 Prozent der Wahlberechtigten machten ihr Kreuzchen. Foto: Thomas F. Starke

Nur 15 Stimmen Unterschied

Im Wahlbezirk 5 unterlag Jan Helge Henningsen (CDU) ganz knapp mit 798 Stimmen Birol Keskin (SPD), der 813 Stimmen auf sich vereinigen konnte. „Uns ist zu Ohren gekommen, dass es bei der Stimmenauszählung zu Ungereimtheiten gekommen ist“, sagte Detlef Werner (CDU) im Wahlausschuss. Das sei zu unkonkret, um einen Antrag auf Neuauszählung zu unterstützen, meinte Björn Klaus (SPD). Kerstin Wehausen vom Bürgeramt, zu dem auch das städtische Wahlteam gehört, betonte, Aufgabe des Wahlteams sei es, die Wahlniederschriften aus den einzelnen Stimmbezirken auf Ungereimtheiten zu überprüfen und notfalls Korrekturen durchzuführen. „Nur weil ein Ergebnis knapp ist, müssen wir nicht nachzählen.“

In 19 Fällen mussten bei den Wahlen zum Rat und zu den zehn Bezirksvertretungen kleinere Korrekturen vorgenommen werden. Am Endergebnis hat sich damit allerdings nichts geändert. Es bleibt dabei, dass elf Parteien und Wählergemeinschaften in den neuen Bielefelder Rat einziehen. Stärkste Fraktion wird die CDU mit 18 Sitzen, gefolgt von SPD (16) und Grüne (15).

Stichwahl am 27. September

Am Sonntag 27. September, müssen die 255.000 Bielefelder Wahlberechtigten entscheiden, wer neuer Oberbürgermeister werden soll. Der Stichwahl stellen sich Pit Clausen (SPD), der im ersten Wahlgang 39,7 Prozent der Stimmen erhalten hatte, und Ralf Nettelstroth (CDU), auf den 29 Prozent entfallen waren.

Wahlleiter Dr. Udo Witthaus teilte mit, dass für die Stichwahl bereits 50.000 Briefwahlunterlagen verschickt worden seien. Weitere 8000 gingen am Montag auf den Postweg. Insgesamt liegen 63.000 Briefwahlanträge vor. Wer am 27. September direkt wählen möchte, benötigt dazu keine Wahlbenachrichtigung. Die waren teilweise von den Wahlhelfern im ersten Wahlgang eingezogen werden. „Es reicht der Personalausweis“, sagte Witthaus. Bei Stichwahlen ist die Wahlbeteiligung meist gering. 2014 hatten nur 31,24 Prozent von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht.

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