Bielefeld wartet auf eine Entscheidung des Landes NRW – Konzpet steht mit Abstandsregeln, Besucherregistrierung und Hygiene
Weihnachtsmarkt trotz Corona: So könnte es funktionieren

Bielefeld (WB). Weihnachtszauber in der Innenstadt? Mit Glühwein, Mandeln und vielleicht sogar dem „Haus vom Nikolaus“ auf dem Altstädter Kirchplatz? Diese Frage lässt sich coronabedingt noch nicht eindeutig mit Ja beantworten. Aber, und das ist die gute Nachricht: An eine Absage denkt Bielefeld Marketing als Betreiber des Weihnachtsmarktes derzeit nicht.

Donnerstag, 17.09.2020, 06:11 Uhr aktualisiert: 17.09.2020, 13:16 Uhr
Die gute Stube am Altstädter Kirchplatz: Ob die Besucher sich darauf freuen können, soll in Kürze entscheiden sein. Foto: Bernhard Pierel

Ganz im Gegenteil. „Wir sind guter Hoffnung, dass es einen Weihnachtsmarkt in Bielefeld geben wird – trotz Corona“, sagt Bielefeld Marketing-Chef Martin Knabenreich. Die Planungen laufen. Aber es fehlt noch die in erster Linie für den Handel erlösende Nachricht aus Düsseldorf. Nicht nur Bielefeld, sondern viele andere Städte in Nordrhein-Westfalen warten sehnlichst auf eine Entscheidung des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Die neue Corona-Schutzverordnung soll Aufschluss darüber geben, ob und unter welchen Bedingungen der Weihnachtsmarkt veranstaltet werden kann.

Hoffnung

Bislang sind Großveranstaltungen bis zum 31. Oktober verboten. In die Rubrik Großveranstaltungen fallen auch die Weihnachtsmärkte. Somit hoffen die Betreiber auf die neue Verordnung, die Planungs- aber auch Rechtssicherheit herbeiführen soll. Zuletzt hieß es häufig, Städte wie zum Beispiel Köln hätten Weihnachtsmärkte bereits abgesagt. „Das ist aber falsch“, sagt Knabenreich. „In manchen Städten haben die Betreiber abgesagt. Das ist ein sehr wichtiger und feiner Unterschied.“

In Bielefeld ist die Hoffnung groß, einen Weihnachtsmarkt veranstalten zu können und gleichzeitig die Gesundheit der Menschen nicht zu gefährden.

Zuletzt war die Entscheidung für September angekündigt worden. „Somit warte ich täglich auf eine Nachricht der Landesregierung“, sagt Martin Knabenreich. „In spätestens zehn Tagen wissen wir mehr.“

Stände werden eingezäunt

Aber wie könnte ein Weihnachtsmarkt in Coronazeiten funktionieren? Für unproblematisch hält der Bielefeld Marketing-Chef den so genannten Marktbereich. Dazu gehören Verkaufsstände (Kunsthandwerk, Imbiss, Mandeln oder Süßigkeiten). Da gehen die Menschen hin und sind schnell wieder weg. „Wer eine Kerze kauft, infiziert sich nicht automatisch mit dem Virus.“

Anders ist die Situation an Glühweinständen. Diese sollen auf Plätzen aufgestellt werden – in Bereichen, die eingezäunt werden können – wie beispielsweise am Altstädter Kirchplatz. Am Eingang würden die Besucher gezählt und auch namentlich registriert, damit die Nachverfolgung möglich ist, sollte jemand mit dem Virus infiziert gewesen sein. Die Besucher könnten auch technisch über einen QR-Code auf dem Smartphone erfasst werden. Das wird noch geprüft.

90 statt 100 Stände

Weihnachtlich soll es auf jeden Fall werden. Die Stadt wird wie immer geschmückt. Auf dem Alten Markt wird ein Baum stehen, auf dem Jahnplatz ist das wegen der Baustelle nicht möglich.

Geplant wird derzeit mit 90 statt 100 Ständen, der Betreiber rechnet mit etwa einem Drittel weniger Besucher, die von sich aus nicht kommen werden.

Und falls die Coronazahlen im Winter steigen sollten? Dann könnte wieder alles anders sein.

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