Baubeginn noch 2020 – Kosten von 20 Millionen Euro
Erster Neubau für Medizinfakultät

Bielefeld (WB). Startschuss für den ersten Neubau der Medizinischen Fakultät OWL: Die Universität Bielefeld hat die Firma Goldbeck mit dem Bau des Gebäudes R.2 an der Morgenbreede beauftragt. Dort sollen auf dem Campus Bielefeld 3900 Quadratmeter Forschungs- und Büroflächen auf einer Bruttogrundfläche von 7300 Quadratmetern entstehen. Die Baukosten werden etwa 20 Millionen Euro betragen.

Samstag, 12.09.2020, 04:02 Uhr aktualisiert: 12.09.2020, 05:01 Uhr
Im linken Gebäudetrakt werden Labore gebaut, der rechte wird Büros beinhalten. Foto: Goldbeck Nord

Baubeginn soll noch in diesem Jahr sein, die Fertigstellung ist für Ende 2021 geplant. Anfang 2022 sollen dann die Wissenschaftler und Beschäftigten der Medizinfakultät einziehen. „Der Neubau R.2 ist ein wichtiger Meilenstein für die Entwicklung unserer neuen Fakultät. Denn die Medizinische Fakultät wächst, und dafür braucht es Platz“, sagt Kanzler Dr. Stephan Becker. Dieser Platz wird nun geschaffen.

Die Universität Bielefeld ist Bauherrin des Neubaus, errichtet wird er von einem Totalunternehmer, der das Gebäude nicht nur baut, sondern auch Teile der Planung übernimmt. Der Entwurf stammt von der Universität. Nach einem zehnmonatigen Vergabeverfahren mit drei finalen Angeboten konnte der Auftrag an die Bielefelder Firma Goldbeck vergeben werden.

Neubau verfügt über fünf Geschosse

Deren Geschäftsführer Jörg-Uwe Goldbeck freut sich, dass das heimische Unternehmen dabei ist. „Mit unserer hauseigenen integralen Planung können wir Planungsprozesse und Schnittstellen optimieren“, betont er. „Durch unser elementiertes Bauen mit System – mit Bauelementen aus den eigenen Werken – können wir den anspruchsvollen Terminplan der Universität Bielefeld erfüllen.“

Der Neubau verfügt über fünf Geschosse und teilt sich in einen Bürotrakt für rund 120 Beschäftigte und einen Labortrakt mit 45 Laboren und mit einem Erschließungskern in der Mitte. Die modulare Bauweise ermöglicht eine im Vergleich zu konventioneller Bauweise kurze Bauphase, da viele Elemente bereits vorgefertigt auf der Baustelle ankommen.

Die Büros und Labore in R.2 werden perspektivisch von den Professoren und Professorinnen der Medizinischen Fakultät und ihren künftigen Arbeitsgruppen genutzt. Die Labore sind so konzipiert, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden können. „Wir sind sehr froh, dass wir den Neuberufenen von Anfang an hervorragende Lehr- und Forschungsbedingungen bieten können“, sagt die Gründungsdekanin der Medizinischen Fakultät OWL, Prof. Dr. Claudia Hornberg.

Photovoltaikanlage und Dachbegrünung

Nachhaltigkeit hat bei allen Neubaumaßnahmen der Universität einen hohen Stellenwert. R.2 wird deshalb mit einer Photovoltaikanlage sowie einer Dachbegrünung ausgestattet. Um die Sonnenenergie optimal auszunutzen, wird nicht – wie sonst üblich – lediglich das Dach mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet, sondern auch Teile der südlichen Fassade.

Das Konzept zur Medizinischen Fakultät OWL sieht vor, sie in den bestehenden Campus südlich des Universitätshauptgebäudes zu integrieren. Dafür wurde das bereits bestehende Innovationszentrum Campus Bielefeld (ICB, zukünftig R.1 genannt) in großen Teilen angemietet. Sieben weitere Baumaßnahmen entlang der Straßen Morgenbreede/Konsequenz werden folgen. Insgesamt entstehen rund 31.500 Quadratmeter Hauptnutzfläche für Forschung, Lehre und Büros.

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