Nachbarin hilft bei Küchenbrand – drei Bielefelder verletzt – Rauchmelder fehlen
Geschwister rufen um Hilfe

Bielefeld (WB/cm). Großer Schreck bei den 13 Bewohnern eines Drei-Parteien-Hauses an der Heeper Straße. Am Montagmittag riefen zwei Geschwister (14/20) um Hilfe, nachdem in einer Wohnung im Obergeschoss des Hauses ein Feuer ausbrach. Eine 21-Jährige aus dem Haus rettete die beiden samt einem kleinen Hund.

Montag, 07.09.2020, 16:37 Uhr aktualisiert: 07.09.2020, 17:44 Uhr
Die Feuerwehr rückte mit 25 Kräften zur Heeper Straße aus. Foto: Christian Müller

Sie liefen zusammen mit weiteren Bewohnern aus dem Gebäude und alarmierten die Feuerwehr. Die rückte mit etwa 25 Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr, Löschabteilung Mitte und drei Rettungswagen sowie einem Notarzt an. Der Arzt untersuchte die beiden Geschwister, einen 14-jährigen Jungen und eine 20-Jährige. Sie mussten mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Auch die 21-jährige Retterin musste zur Untersuchung ins Krankenhaus.

Dem Hund ging es nach den Strapazen gut – er wedelte kräftig mit dem kleinen Schwanz. Wie eine Polizeisprecherin vor Ort mitteilte, seien die Eltern der Geschwister benachrichtigt worden. Mutter und Vater eilten nach Hause.

Die Feuerwehr hatte unterdessen den Brand schnell unter Kontrolle und gelöscht, teilte Einsatzleiter Dominik Greulich mit. »In der Küche hatten der Herd und die Dunstabzugshaube Feuer gefangen. Die beiden Geschwister hatten vor, sich Essen zuzubereiten. Warum der Topf Feuer gefangen hatte, kann bislang nur gemutmaßt werden.«

Die Brandwohnung im Obergeschoss wurde so stark verraucht, dass sie derzeit nicht nutzbar ist. Die zwei weiteren Wohnungen des Hauses Heeper Straße 122a in einem Hinterhof zwischen Huber- und Wörthstraße blieben unversehrt. Die Feuerwehrleute belüfteten das gesamte Haus nach den Löscharbeiten. Es entstand ein Schaden von geschätzten 25.000 Euro.

Aus ungeklärter Ursache fingen der Herd und die Dunstabzugshaube Feuer.

Aus ungeklärter Ursache fingen der Herd und die Dunstabzugshaube Feuer. Foto: Müller

Feuerwehr-Einsatzleiter Greulich verwies noch einmal auf die Notwendigkeit, die Filter von Dunstabzugshauben regelmäßig zu reinigen. Die Fette darin seien „ optimaler Nährboden für die Flammen“.

Der Eigentümer des Gebäudes wurde von der Feuerwehr und Polizei zurechtgewiesen, da im gesamten Brandhaus keine Rauchmelder installiert waren. Sie hätten die Bewohner frühzeitig warnen können. Der Eigentümer muss jetzt mit einem Bußgeld rechnen. Der Feuerwehreinsatz war nach einer Stunde beendet.

 

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