Mehr als 2000 Besucher kommen zu den ersten Weintagen im Bielefelder Lokschuppen
Hoch die Gläser

Bielefeld (WB/pan). Darf es ein Glas „Sommerlust“ sein oder gleich eine ganze Flasche „Kesselring“? Bei den ersten Bielefelder Weintagen im Lokschuppen hatten die Besucher die Qual der Wahl. Durch 25 verschiedene deutsche und spanische Weine konnte man sich probieren, darunter auch einige lokale Tropfen wie ein Messing Weißburgunder oder Patrick Büschers Riesling.

Montag, 07.09.2020, 03:00 Uhr
Die Alternative zum Weinmarkt kommt gut an bei (von links) Daniela Schwarze, Laura Renner, Carolin Bobe und Melissa Plate. Foto: Kerstin Panhorst

Wo sonst Konzerte mit bis zu 3000 Zuhörern über die Bühne gehen, fanden am Wochenende an den einzelnen Abenden jeweils 800 Weintrinker ihren Platz. Im Gegensatz zum Weinmarkt in der Altstadt, der in diesem Jahr coronabedingt ausfallen muss, sind die Weintage im Lokschuppen sogar wetterfest. Bei kleineren Regengüssen konnte der Biergarten schnell geräumt werden, weil im Inneren des Lokschuppens nicht nur in der großen Halle, sondern auch im Foyer und in der kleinen Halle Platz für die Besucher war.

Die Idee zu den Weintagen entstand schon vor der Pandemie. „Wir wollten das schon immer mal machen, aber nicht unter Corona-Bedingungen. Bisher waren wir dafür aber zu ausgebucht und hätten den Aufbau nie zwei Wochen lang stehen lassen können, ohne das zwischendurch Konzerte und anderes sind“, erzählt Geschäftsführer Sascha Berg. Nun haben er und sein Team die Gelegenheit beim Schopf gepackt und sind selbst überrascht von der Resonanz. Der Freitag- und Samstagabend waren sofort ausgebucht. Auch für das kommende Wochenende, wenn die Weintage in die zweite Runde gehen, gibt es schon viele Reservierungen. „Wir haben ein bunt gemischtes Publikum von geschätzt 20 bis 88 Jahren. Alle machen bei den Corona-Regeln super mit, unsere Security hat wenig zu tun“, sagt Sascha Berg.

Drei Tage hat der Aufbau gedauert, zu dem Projektionen, ein Marktplatz mit Brunnen im Männeken Piss Stil, Laternen, Bäume und Zäune, Weinfässer und Laternen auf den Tischen gehören. „Wir wollten Drinnen eine Draußenatmosphäre schaffen“, berichtet der Geschäftsführer des Lokschuppens.

An den Theken und beim Tischservice gibt es, passend zum Angebot vom spritzigen Weißwein über prickelnden Prosecco bis zu vollmundigem Rotwein, für jeden Gaumen das passende Getränk. Neben den ausgewählten Weinen werden auch kleine Leckereien von Klötzer und Dr. Vegetary wie Pastrami-Burger, Garnelen-Spieße oder eine Salat Bowl angeboten.

Aus Lage und Bielefeld kommen Laura Renner und ihre Freundinnen, die sonst gerne den Weinmarkt in der Bielefelder Altstadt besuchen. „Das ist toll umgesetzt hier und eine gute Alternative zum Markt“, lautet ihr Urteil. Ebenfalls begeistert sind Gudrun Nagel und Norma Götze. „Das Ambiente ist sehr schön und es gibt eine gute Weinauswahl“, urteilen die ehemaligen Kolleginnen.

Am kommenden Wochenende geht es weiter mit den Weintagen. Für die Abende vom 10. bis 12. September gibt es noch freie Tische.

Und an den ersten beiden Wochenenden im Oktober wird bereits das nächste Konzept unter Corona-Auflagen im Lokschuppen umgesetzt – die Bayrischen Wochen mit zünftiger Musik, frisch Gezapftem und deftigen Spezialitäten. Der Zugang zu allen Veranstaltungen ist nur mit vorheriger Tischreservierung möglich.

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