BIG-Kandidat Sami Elias: „Bielefeld braucht international erfahrenen Oberbürgermeister“
„Teamspieler und Brückenbauer“

Bielefeld (WB). Er will „ein Zeichen setzen“ und „zeigen, dass wir Migranten bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und dass wir das auch können.“ Der Facharzt Sami Elias tritt für das Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit (BIG) als OB-Kandidat an. Burgit Hörttrich hat sich mit dem 68-Jährigen unterhalten.

Samstag, 05.09.2020, 03:14 Uhr aktualisiert: 05.09.2020, 03:20 Uhr
Der Arzt Sami Elias ist der OB-Kandidat des Bündnisses für Innovation und Gerechtigkeit. Foto: Bernhard Pierel

Warum kandidieren Sie für das Amt des Oberbürgermeisters?

Sami Elias: Bielefeld liegt mir am Herzen. Ich möchte meine langjährige gesellschaftspolitische Erfahrung und meine internationale Sichtweise für die Einwohner der Stadt einsetzen. Bielefeld als Stadt mit hoher kultureller Vielfalt braucht einen international erfahrenen Oberbürgermeister. Außerdem bin ich überzeugt davon, dass auch Menschen mit Migrationshintergrund die hohe politische Verantwortung übernehmen können.

 

Wie schätzen Sie Ihre Chancen ein?

Elias: Ich mache mir keinen Illusionen, aber das endgültige Wahlergebnis werden wir am 13. September erfahren. Ich habe aber große Hoffnungen, ein Ratsmandat zu bekommen. Ich bin überzeugt davon, dass mir die Gremienarbeit Spaß machen wird und ich weiß, was mich erwartet.

 

Was wäre der Fachbereich, in dem Sie sich am liebsten engagieren würden?

Elias: Nicht unbedingt die Gesundheit, damit habe ich es tagtäglich zu tun, wenn auch der Ärztemangel ein großes Thema ist, das unbedingt angegangen werden muss. Ich würde mich am liebsten im Sozialbereich einsetzen – zum Beispiel für die Gleichbehandlung der Menschen etwa bei der Wohnungssuche, bei der Bildung und auf dem Arbeitsmarkt. Ein Schwerpunkt ist die gleichberechtigte, aktive, gesellschaftliche und politische Teilhabe aller. Mein Ziel ist ein zukunftsfähiges Bielefeld.

 

Was für ein OB wären Sie?

Elias: Ein Teamspieler. Ich würde die Verwaltung lösungsorientiert managen. Ich sehe mich als Brückenbauer zwischen Bürgern und Verwaltung, würde durch eine offene OB-Sprachstunde die Kommunikation zwischen Einwohnern und Politik zu verbessern suchen.

 

Sie sind gerade selbst mit dem Fahrrad gekommen. Ist Ihnen die Verkehrswende im Interesse der Umwelt wichtig?

Elias: Unbedingt. Es muss weniger Autos und mehr Fahrräder in der Stadt geben. Es muss aber auch für ältere Menschen die Möglichkeit geben, auch kurze Strecken problemlos zurück legen zu können. Zum Beispiel mit Leih-E-Scootern. Die gibt es schließlich auch mit vier Rädern.

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