„Blickfang“ Botanischer Garten blüht auf: Eingangsbereich und Bachtal neu gestaltet und eingeweiht
Wasser und Pflanzen werden erlebbar

Bielefeld (WB). Als das rote Band auf einer der beiden neuen Brücken im Eingangsbereich des Botanischen Gartens symbolisch durchschnitten wird, blicken die Initiatoren zufrieden in den aufblühenden Garten um sie herum. Hier hat sich in den vergangenen Monaten sehr viel getan, am Donnerstag wurden das neu gestaltete „Entrée” und das optisch aufgewertete Bachtal offiziell eingeweiht.

Freitag, 04.09.2020, 04:00 Uhr
Das neue Bachtal wird eingeweiht (von links): Rüdiger Ahrend (Umweltbetrieb), Barbara Hobbeling, Klaus Frank (beide Verein der Gartenfreunde), Thomas Finke (Umweltbetrieb), Christhard Ehrig (Landschaftsarchitekt) und Bezirksbürgermeisterin Barbara Schneider. Foto: Arndt Wienböker

„Was lange währt, wird endlich gut”, sagt Klaus Frank, Vorsitzender vom Förderverein des Botanischen Gartens: „Das Ergebnis ist wunderbar und ein echter Blickfang.” Neue Wege in einer sanft modellierten Landschaft, neu gestaltete Staugewässer mit zwei überspannenden Brücken, die von dem „alten” auf das neue Gartengelände führen, und ein großzügiger, offener Eingangsbereich laden die Besucher zum Verweilen ein. „Der ganze Garten wird durch die Neugestaltung aufgewertet”, betont Frank. Das findet auch Gadderbaums Bezirksbürgermeisterin Barbara Schneider: „Alles ist sehr schön geworden. Das Kleinod Botanischer Garten wird weiter aufgewertet.”

250.000 Euro aus der Generotzky-Stiftung

Die Neugestaltung ist durch das Engagement des Vereins „Freunde des Botanischen Gartens Bielefeld” möglich geworden. 250.000 Euro aus der Generotzky-Stiftung wurden für die Maßnahme bereitgestellt. Die praktische Umsetzung erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Umweltbetrieb und dem Planungsbüro Ehrig aus Sennestadt. „Ein wirklich tolles Projekt, das ohne den Förderverein nicht möglich gewesen wäre. Die Zusammenarbeit war sehr konstruktiv”, lobt Thomas Finke, Geschäftsbereichsleiter Stadtgrün im Umweltbetrieb. 35.000 Euro steuerte die Stadt für die Anschaffung der Pflanzen bei.

Und davon gibt es auf dem Areal reichlich. Insgesamt 290 Bäume und Sträucher, 11.200 Stauden, 1300 Quadratmeter Wiesen- und Rasenfläche sowie 270 Quadratmeter Wasserfläche sind gepflanzt oder angelegt worden. „Wir freuen uns, dass wir hier jetzt eine nordamerikanische Vegetation präsentieren können”, erklärt Landschaftsarchitekt Christhard Ehrig. „Wasser und Pflanzen werden durch die Neugestaltung mehr erlebbar, die Wasserfläche und das Bachtal besser in Szene gesetzt.”

Besonders bunte Farben im Herbst

Die großzügigen Rasen- und Wiesenflächen schaffen einen weitläufigen Charakter des neu gestalteten Bereichs. Bei der Bepflanzung wurden Gehölze zum Thema „Indiansummer” ausgewählt. Hierzu gehören Tupelobaum, Sauerbaum, Scharlacheiche, Amberbaum, Aronie, Rosmarinweide oder Federbuschstrauch. „Im Herbst zeigen sich diese Gehölze in besonders bunten Farben”, sagt Klaus Frank. Entlang der Gewässer wurden Staudenpflanzungen angelegt. Sonnenhut, Waldaster, Schaumblüte, Prachtscharte, Indianernessel, Goldrute oder Goldglocke sollen hier so richtig aufblühen. Davon würden auch die Insekten profitieren.

Die nächsten beiden Projekte im Botanischen Garten sollen dann nächstes Jahr umgesetzt werden: der Bau des Apothekergartens und die Sanierung des Fachwerkhauses auf dem Gelände.

 

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