Auf dem Areal der Möllerwerke wird weitere Gewerbefläche frei
Riesige Hallen vor dem Abriss

Bielefeld (WB). Noch stehen auf dem Areal der Möller-Group in Bielefeld-Brackwede zwei riesige Hallen, in denen vor zwei Monaten noch Kunststoffteile für die Automobilindustrie produziert wurden. In Kürze werden diese Werkshallen mit einer Grundfläche von insgesamt 5000 Quadratmetern dem Erdboden gleichgemacht, um dann neue Gewerbeflächen erschließen zu können. „Damit stehen wir vor einer gewaltigen Veränderung. Ein weiteres Wahrzeichen wird verschwinden, aber wir haben uns dafür entschieden, etwas Langfristiges, energetisch Vernünftiges zu machen, und nehmen dafür auch Geld in die Hand“, erklärt Dr. Peter von Möller (85), Hauptgesellschafter des traditionsreichen Bielefelder Familienunternehmens.

Mittwoch, 02.09.2020, 04:00 Uhr
Vor Kurzem wurde hier noch produziert, jetzt steht die 150 Meter lange Werkshalle am Kupferhammer zum Abriss. Foto: Bernhard Pierel

Werkshallen sind etwa 130 Jahre alt

Voraussichtlich im November rollen die Bagger an, bis Ende des Jahres soll der Abriss der beiden Hallen vollzogen sein. Erbaut wurden die „Lange Halle“ (etwa 150 Meter lang, 24 Meter breit und 15 Meter hoch) sowie die daneben liegende „Kurze Halle“ (85 x 16 x 13 Meter) am Brackweder Standort um das Jahr 1890. Die Stahlkonstruktion stand zuvor in Wien. Bis 1970 wurden die riesigen Gebäude, von denen in Bielefeld in dieser Form nur noch wenige zu finden sind, für den Kesselbau genutzt. Danach wurden dort Fahrräder gelagert und Großmaschinen verpackt, bis die Firma Möllertech die Hallen für ihre Kunststoffproduktion nutzte. Eine der Maschinen steht noch dort. Da die Möller-Group ihre Produktion für die Automobilindustrie nach Süddeutschland verlagert, werden die Hallen nun aber frei.

Möllerwerke: 130 Jahre alte Werkshallen werden abgerissen

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  • Möllerwerke: 130 Jahre alte Werkshallen werden abgerissen
Foto: Bernhard Pierel
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„Wir haben uns bewusst für den Abriss entschieden, um mit einem anschließenden Neubau Nachhaltigkeit zu erzeugen und zur Reduktion des Energieverbrauchs beizutragen“, betont Denis Rauhut, Geschäftsführer des Vermieters Möller Real Estate. Bei der Neuentwicklung des Geländes sollen höchste Energie-Standards zugrunde gelegt werden, etwa mit Photovoltaikanlagen zur Eigenstrom-Produktion.

Flächen von 500 bis 5000 Quadratmetern

Die frei werdenden Flächen sollen dann für künftige Mieter neu entwickelt werden. „Wir sind für alle Branchen offen und möchten gemeinsam mit interessierten Nutzern die optimale Lösung finden“, sagt Denis Rauchut. Immobilien-Flächen von 500 bis 5000 Quadratmetern würden zur Verfügung stehen.

Die Neugestaltung des Möller-Areals am Standort Kupferhammer wird damit weiter vorangetrieben. Im Jahr 2017 stellte das im Jahr 1730 gegründete Familienunternehmen 120.000 Quadratmeter Fläche auf dem 50 Hektar großen Areal für Industrie und Gewerbe bereit. Seitdem sind in dem Gewerbepark im Bielefelder Süden zehn Mieter eingezogen – unter anderem der Getränkelieferant „Flaschenpost“ .

„Es sind also langfristig noch mehr als 100.00 Quadratmeter Fläche frei“, erklären Seniorchef Peter von Möller und Denis Rauchut. Das Unternehmen „Möller-Group“ ist auf dem Campus Kupferhammer selbst mit den Firmen Möllerwerke und Möllertech ansässig.

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