Neue Grundschule neben Sekundarschule am Brodhagen – weiteres Gymnasium denkbar
Stadt schnürt Schul-Paket

Bielefeld (WB). Auf dem Gelände der Sekundarschule Gellershagen (vormals Brodhagenschule) will die Stadt eine neue zwei- bis dreizügige Grundschule (mithin zwei oder drei Klassen pro Jahrgang) errichten. Damit soll der Bedarf an zusätzlichen Grundschulplätzen im Bereich Dornberger/Babenhausen/Schildesche gedeckt werden.

Mittwoch, 12.08.2020, 05:50 Uhr
Auf der Freifläche hinter der Sekundarschule Gellershagen soll eine neue Grundschule gebaut werden. Foto: Bernhard Pierel

Am Donnerstag soll das Thema erstmals in der Arbeitsgruppe Schulentwicklungsplanung des städtischen Schulausschusses erörtert werden. Dort wird die Verwaltung dann auch Vorschläge präsentieren, wie die Zukunft der weiterführenden Schulen in Bielefeld aussehen soll. Wegen steigender Schülerzahlen wäre die Gründung eines weiteren städtischen Gymnasiums denkbar.

Ausbau in Babenhausen

Im Grundschulbereich sind die Planungen schon konkreter. Danach soll neben dem Neubau am Brodhagen die Grundschule Babenhausen zu einer dreizügigen Schule mit entsprechendem Ganztagsangebot ausgebaut werden, ebenfalls die benachbarte Leineweberschule, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Sprache.

Festhalten will die Verwaltung auch an dem Plan, eine weitere dreizügige Grundschule auf einem städtischen Grundstück an der Oldentruper Straße/Einmündung Meisenstraße zu errichten.

Für die Stadt ist es ausgesprochen schwierig, geeignete Grundstücke für neue Schulen zu finden. Deshalb greift sie jetzt auf Flächen zurück, die sich bereits in ihrem Besitz befinden. Die neue Grundschule im Bereich Dornberg/Babenhausen/Schildesche sollte eigentlich im Bereich zwischen Lohmannshof und Gellershagen in der Nähe des Hochschulcampus entstehen. Doch entsprechende große Flächen ließen sich nicht finden. Der Standort Oldentruper Straße ist nicht unumstritten, weil er sich in der Nähe eines sozialen Brennpunktes befindet. Er war aber bereits vor Jahrzehnten für einen Grundschul-Neubau reserviert worden.

Anfang kommenden Jahres soll mit dem Neubau der Hellingskampschule an der Herforder Straße begonnen werden. Auf dem Grundstück soll gleichzeitig das Stadtteilzentrum „Helli“ entstehen.

19 Millionen für Hellingskampschulen

Die veranschlagten Baukosten: mehr als 19 Millionen Euro. Die neue Grundschule wird für rund 350 Kinder geplant. Das Gebäudeensemble besteht aus drei Bauteilen. Die Grundstücksecke an der Zufahrt von der Herforder Straße zur Jöllheide wird von einem vierten Baukörper für das Stadtteilzentrum eingenommen.

In der Schule sollen so genannte „Schulfamilien“ gebildet werden, um jahrgangsbezogener zu arbeiten. Die „Schulfamilien“ werden in den Obergeschossen der Schule mit eigenen Lehr- und Aufenthaltsbereichen geplant. Die Räume für den offenen Ganztag sind den Schulfamilien ebenfalls unmittelbar zugeordnet.

Verbunden werden die drei Gebäudeteile durch einen Gebäudesockel, in dem die Schulküche, die Mensa, das Forum, die Schulverwaltung und Mehrzweckbereiche untergebracht sind. Die Sporthalle ist in einem dritten Bauteil zur Herforder Straße hin angeordnet. Die Nebenräume und Umkleiden der Sporthalle befinden sich im Untergeschoss. Zwei Jahre sind für den Neubau angesetzt. In der Übergangszeit sollen die Kinder in Gebäuden auf dem früheren Gelände der Firma Kahmann & Ellerbrock unterrichtet werden.

Schülerzahlen steigen

Für das Schuljahr 2024/25 werden an den 44 städtischen Grundschulen 13.098 Schüler erwartet, das sind 1.741 mehr als bislang. Darauf soll mit den Schulneugründungen reagiert werden. Außerdem ist ein Ausbauprogramm für bestehende Grundschulen geplant.

In den weiterführenden Schulen wird der Platz spätestens in zehn Jahren nicht mehr ausreichen. Die Stadt geht von einem Zuwachs von mehr als 2.700 Schülern in der Sekundarstufe I (Klassen fünf bis zehn) bis zum Schuljahr 2029/30 aus. Alleine an den Gymnasien sollen es 1.656 Schüler mehr sein.

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