Von-der-Recke-Straße wird wieder für den Verkehr geöffnet
Durchfahrt ab Mittwoch wieder frei

Bielefeld (hu). Nach mehr als zwei Jahren Bauzeit wird die Von-der-Recke-Straße  an diesem Mittwoch wieder für den Verkehr freigegeben. Ab 6 Uhr morgens können Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer wieder die Unterführung unter den Bahngleisen und dem Ostwestfalendamm nutzen.

Dienstag, 11.08.2020, 17:20 Uhr aktualisiert: 11.08.2020, 17:24 Uhr
Reiner Brinkhoff arbeitet an dem Gehweg unterhalb der neuen Bahnbrücke. Foto: Bernhard Pierel

„Die Busse der Linie 27 können mit Dienstbeginn die Straße durchfahren und damit auch alle anderen Autofahrer, selbst wenn dann noch die Markierungsarbeiten erfolgen“, sagt Bernhard Pehle vom Amt für Verkehr, der das Projekt als Bauleiter von Seiten der Stadt begleitet hat.

Damit ist eine der wichtigen Baustellen im Bielefelder Straßennetz beseitigt – deutlich später, als zum Baubeginn vorgesehen. Im Februar 2018 hatten die Vorarbeiten für die Erneuerung der Bahnbrücke begonnen, so dass die Von-der-Recke-Straße komplett gesperrt worden war. Im Sommer 2018 waren dann die Arbeiten an der eigentlichen Brücke gestartet. Zuständig für die Bauarbeiten war vor allem die Deutsche Bahn. Und diese hatte die Arbeiten an der eigentlichen Brücke auch „in Rekordzeit“ bewältigt, wie das Unternehmen betont hatte, nachdem die Züge im Oktober des vergangenen Jahres wieder ohne Einschränkungen rollen konnten.

Verzögerungen durch Tieferlegung der Straße

Verzögerungen gab es jedoch bei der Wiederherstellung der Von-der-Recke-Straße unterhalb der neuen Bahnbrücke. Denn die neue Betonbrücke ragt tiefer in den Straßenraum darunter hinein als die alte Konstruktion aus Stahlträgern aus dem Jahr 1911. Damit auch künftig vor allem Busse den Bereich passieren können, musste die Straße selbst tiefergelegt werden – was auch bedeutet, dass die Kanäle unter der Fahrbahndecke betroffen waren.

Statt wie vorgesehen Ende 2019 wird die Strecke deshalb erst jetzt wieder für den Verkehr freigegeben.

Dringend benötigt wird die Verbindung von der Wertherstraße zur Alfred-Bozi-Straße auch wegen der Einschränkungen und Sperrungen, die der Umbau des Jahnplatzes mit sich bringt. „Dass die Straße wieder befahrbar ist, ist eine deutliche Entlastung für die Stapenhorststraße und für die gesamte Innenstadt“, sagt Bernhard Pehle.

Weniger Parkplätze

Erledigt werden müssen nun noch Restarbeiten. Die Parkstreifen auf beiden Fahrbahnseiten werden in dieser Zeit noch als Materiallager benötigt. Außerdem müssen noch Pflasterarbeiten am Gehweg sowie an den neuen Parkbuchten erledigt werden, so Pehle. Am Freitag kommender Woche sollen dann alle Arbeiten abgeschlossen sein.

Eine wesentliche Änderung ist dann die Anordnung der Parkbuchten. Waren diese zuvor schräg zur Fahrtrichtung, sind sie nun parallel zum fließenden Verkehr angelegt. Das soll das Ein- und Ausfahren sicherer machen, bedeutet jedoch auch, dass deutlich weniger Parkplätze zur Verfügung stehen. Waren es zuvor etwa 30, ist es nun nur noch etwa die Hälfte.

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