Prozessauftakt: 48-Jähriger soll Ex-Geliebte hinter Müllverbrennungsanlage erstochen haben
Bielefelder wegen Mordes vor Gericht

Bielefeld (WB/hz). Heimtückischer Mord und Mord aus niedrigen Beweggründen – wegen dieser schweren Vorwürfe muss sich ein Bielefelder (48) von diesem Dienstag an vor einem Schwurgericht (10. Große Strafkammer) des Landgerichtes Bielefeld verantworten. Dem von den kapverdischen Inseln stammenden Angeklagten wird vorgeworfen, am 11. Februar seine 49-jährige Geliebte an der Wiesenstraße hinter der Müllverbrennungsanlage erstochen zu haben.

Dienstag, 11.08.2020, 08:38 Uhr aktualisiert: 11.08.2020, 11:42 Uhr
Der Angeklagte mit seinem Verteidiger Martin Mauntel beim Prozessauftakt vor dem Bielefelder Schwurgericht. Foto: Jens Heinze

Die getötete 49-Jährige war,  wie mehrfach berichtet , am 12. Februar gegen 8.20 Uhr an der abgelegenen Wiesenstraße hinter der Müllverbrennungsanlage von Passanten entdeckt worden. Der Leichnam soll knapp ein Dutzend Messerstiche beziehungsweise Abwehrverletzungen aufgewiesen haben.

Die aus dem Bielefelder Norden stammende Frau, Mutter eines erwachsenen Sohnes, soll von ihrem Ex-Freund (48) mit einem Fleischmesser (Klingenlänge knapp 20 Zentimeter) umgebracht worden sein. Die 49-Jährige starb innerhalb weniger Minuten nach Stichen in den Brustkorb an inneren Blutungen, ergab die Obduktion der Rechtsmedizin.

Seit Februar in U-Haft

Die Tatwaffe wurde von Kripoermittlern im Wellbach in Baumheide sichergestellt. Der Beschuldigte, der vor seiner Festnahme unweit des Waffenfundortes wohnte, sitzt seit Mitte Februar im hiesigen Gefängnis in Untersuchungshaft und schweigt bislang.

Das 49-jährige Opfer soll mit dem Mann seit mehr als einem Jahr eine sogenannte On-Off-Beziehung geführt haben. Das Paar trennte sich, der 48-Jährige wurde gewalttätig, trotzdem sollen beide offenbar wieder zusammen gefunden haben.

Sechs Verhandlungstage

Allerdings waren die Übergriffe des Baumheiders bereits bei der Polizei und Justiz aktenkundig. Am 11. Februar, einen Tag vor dem Fund der Leiche, soll der 48-Jährige die Mutter aus Theesen umgebracht haben. Acht Tage später sollte sich der wegen Körperverletzung und Fahrens ohne Führerschein bereits vorbestrafte Mann bei einem Prozess vor dem Amtsgericht verantworten, weil er seine Geliebte unter anderem mit einem Messer bedroht haben soll.

Für den an diesem Dienstag beginnenden Schwurgerichtsprozess sind sechs Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil wird für Anfang September erwartet.

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