Rekord bei Wahlvorschlägen für die Kommunalwahl am 13. September – besonderes Hygiene-Konzept
13 Parteien und zwölf OB-Bewerber

Bielefeld (WB). 13 Parteien und Wählergemeinschaften wollen bei der Kommunalwahl am 13. September in Bielefeld antreten, zwölf von ihnen stellen auch eine eigene Bewerberin oder einen Bewerber für das Oberbürgermeister-Amt auf. Das sind so viele wie noch bei keiner Kommunalwahl seit 1945. Gestern ist die Frist abgelaufen, bis zu der die Wahlvorschläge eingereicht werden konnten.

Dienstag, 28.07.2020, 05:00 Uhr
Auf die rund 2000 Wahlhelfer wartet am 13. September viel Auszähl-Arbeit. Foto: Bernhard Pierel

Nur das UBF ohne OB-Bewerber

Da sind zunächst einmal die aktuell im Rat vertretenen Parteien und Wählergemeinschaften, die ihre Listen beim städtischen Wahlteam vorgelegt haben. SPD, CDU, Grüne, FDP, die Bürgergemeinschaft, die Linke, Bürgernähe/Piraten und die Lokaldemokraten wollen auch im künftigen Stadtparlament vertreten sein. Das Unabhängige Bürgerforum Bielefeld (UBF), bisher mit Alexander von Spiegel im Rat vertreten, wird in elf Ratswahlbezirken Kandidaten aufstellen, auf einen eigenen Bewerber für das OB-Amt aber verzichten.

Antreten mit eigenen Ratskandidaten werden auch die AfD und „Die Partei“. Darüber hinaus gehen auch die Bürgerbewegung für Zivilcourage (BBZ) und das Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit (BIG) ins Rennen. Beide wollen vor allem Wahlberechtigte mit Migrationshintergrund ansprechen.

Wahlausschuss tagt

Auf der Liste der OB-Kandidatinnen und Kandidaten stehen Amtsinhaber Pit Clausen (SPD) und Ralf Nettelstroth (CDU). Den Chefsessel im Rathaus streben außerdem Kerstin Haarmann (Grüne), Rainer Ludwig (Bürgergemeinschaft), Dr. Onur Ocak (Linke), Jan Maik Schlifter (FDP), Gordana Rammert (Bürgernähe/Piraten), Florian Sander (AfD), Lena Oberbäumer (Die Partei), Michael Gugat (Lokaldemokraten), Sami Elias (BIG) und Robin Ferman (BBZ) an.

Über die endgültige Zulassung der Bewerber entscheidet der kommunale Wahlausschuss am kommenden Dienstag (Sitzungsbeginn 16 Uhr, Rochdale-Raum, Altes Rathaus). „Nachträgliche Änderungen an den eingereichten Listen sind nicht mehr möglich“, sagt Ruth Goebel, zuständig für den Bereich Wahlen im städtischen Bürgeramt. Lediglich wenn ein Bewerber versterben sollte, sei eine Nachmeldung möglich.

Weniger Stimmbezirke

Bisher haben die Bielefelder bei Wahlen ihre Stimmen in 184 Stimmbezirken abgegeben. Diese Zahl wird wegen Corona reduziert. Auch ändern sich die Standorte einzelner Wahllokale, weil etwa Altenheime nicht zur Verfügung stehen. „Auf der Wahlbenachrichtigung, die jeder Wahlberechtigte zugeschickt bekommt, steht, wo die Stimme abgegeben werden kann“, sagt Ruth Goebel. Die Benachrichtigungen werden im August verschickt.

Weiterhin werden Wahlhelfer gesucht. Rund 2000 Helfer sind nötig, um die Kommunalwahl abzuwickeln. Interessenten melden sich unter der Mail-Adresse „wahlhelfer@bielefeld.de“.

Für den Wahlsonntag am 13. September wird auch ein besonderes Hygienekonzept erarbeitet. „Unter Einhaltung der geltenden Schutzbestimmungen wird jeder seine Stimme abgeben können“, versichert Goebel, die aber auch mit einem weiter steigenden Briefwahl-Anteil rechnet.

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