Polizei ermittelt wegen schwerer Brandstiftung – Wohnhaus und Anhänger beschädigt
Zwei Feuer in kurzer Zeit

Bielefeld (WB/cm). Am frühen Freitagmorgen ist es innerhalb kurzer Zeit und an nur wenige hundert Meter voneinander entfernten Stellen zu zwei Bränden gekommen. Die Plane eines Werbeanhängers brannte, wenig später stand Unrat an einem Wohnhaus in Flammen. Das Wohnhaus wurde dabei stark beschädigt. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf und sucht Zeugen.

Freitag, 17.07.2020, 17:25 Uhr aktualisiert: 17.07.2020, 17:28 Uhr
Die Flammen im Garten griffen auf Fassade und Dach über. Foto: Christian Müller

Die zufällig vorbeifahrende Besatzung eines Rettungswagens hatte am Freitagmorgen gegen 1.40 Uhr Flammenschein an einem abgestellten Werbeanhänger an der Paderborner Straße festgestellt. Die Retter reagierten schnell und löschten die Flammen mit einem Feuerlöscher, den sie an Board hatten. Die Flammen hatten bereits in Loch in die Plane gefressen. Sie konnten die Flammen ablöschen, bevor der Anhänger total zerstört wurde.

Der Anhänger war auf einem Parkstreifen vor der Einmündung zur Osningstraße abgestellt. Ein Löschfahrzeug der Feuerwehr wurde vorsorglich angefordert. Die Besatzung musste nicht mehr eingreifen. An der Plane des Anhängers entstand laut Polizei ein Sachschaden von geschätzten 350 Euro.

Feuer im Garten

Gegen 2.30 Uhr riefen Anwohner der Paul-Lincke-Straße die Feuerwehr und teilten mit, dass alte Reifen und Bauabfälle im Garten eines Wohnhauses brennen. Sie verständigten den Bewohner des Hauses, der sich zum Zeitpunkt des Brandes nicht im Wohnhaus aufhielt. Beim Eintreffen der Brandbekämpfer schlugen die Flammen bereits an der Fassade des Hauses hoch und entzündeten Teile des Daches, berichtete Einsatzleiter Jörn Bielinski.

»Das war Rettung in letzter Sekunde. Die Verkleidung an der Dachtraufe hatte bereits Feuer gefangen. Der Brand drohte sich akut auf den Dachstuhl auszubreiten. Durch den schnellen Löschangriff konnte das Haus gerettet werden.« Das Dach und die Dachtraufe wurden von außen abgelöscht. Über die Drehleiter wurden an der Brandstelle Dachziegel abgenommen, um mögliche Glutnester zu finden. Die Brandbekämpfer öffneten die Tür zum Haus gewaltsam und überprüften, ob sich das Feuer ins Innere des Hauses gefressen hatte, was nicht der Fall war.

Geringer Schaden im Wohnhaus

Im Haus blieb der Schaden durch eingetretenes Löschwasser und leichten Brandgeruch gering. Das Haus bleibt weiterhin bewohnbar. Personen wurden nicht verletzt, drei Katzen, die in dem Haus waren, blieben ebenso unverletzt. »Das ist definitiv kein Kavaliersdelikt. Wer einen Brand an einem Wohnhaus entfacht, geht das Risiko ein, Menschen ernsthaft zu schaden oder in Lebensgefahr zu bringen. Besonders in der Nacht, wenn ein Brand spät bemerkt wird, könnten bereits toxische Gase durch gekippte Fenster in Wohnräume gelangen«, sagte Bielinski über eine mögliche Brandursache.

Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung

Die Kriminalpolizei nahm noch in der Nacht die Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung auf. Eine Selbstentzündung wurde jeweils ausgeschlossen, teilte die Polizei Bielefeld am Freitag mit. Der Sachschaden wurde auf etwa 10.000 Euro geschätzt. Noch ist den Ermittlern nicht bekannt ob die Sachbeschädigung durch Feuer an dem abgestellten Anhänger in Zusammenhang mit dem Brand an dem Wohnhaus steht.

Die Polizei bittet um Hinweise, wer zur Nachtzeit im Bereich der Kreuzung Buschkampstraße und Paderborner Straße etwas Auffälliges beobachtet hat. Nach etwa einer Stunde war der Löscheinsatz der 33 eingesetzten Feuerwehrkräfte der Wache Süd und der Löschabteilung Senne beendet. Die nachalarmierte Drehleiter der Löschabteilung Brackwede kam nicht mehr zum Einsatz.

 

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