Bielefelder Stadtteilfest wegen der Corona-Beschränkungen abgesagt – Hoffnung für Weihnachtsmarkt
Kein Heeper Ting in diesem Jahr

Heepen (WB). Der Heeper Ting ist eines der größten und besucherstärksten Stadtteilfeste in Bielefeld. Doch nun steht fest: Auch der „Ting“, eigentlich geplant vom 4. bis 6. September, wird in diesem Jahr nicht stattfinden können aufgrund der Einschränkungen, die die Corona-Pandemie mit sich bringt. Das erklärten am Dienstag Heepens Bezirksbürgermeister Holm Sternbacher (SPD), Jürgen Utecht, erster Vorsitzender der Interessen- und Werbegemeinschaft Heepen sowie Peter Skarabis und Ines Fechner vom Heeper Bezirksamt – und machten gleichzeitig vorsichtig Hoffnung, dass zumindest der Weihnachtsmarkt in dem Stadtbezirk in diesem Jahr stattfinden könnte, wenn auch in abgespeckter Form.

Mittwoch, 15.07.2020, 11:00 Uhr aktualisiert: 15.07.2020, 15:28 Uhr
Buntes Treiben bei Musik und einem umfangreichen Programm so wie hier im vergangenen Jahr wird es in diesem September in Heepen nicht geben. Aufrund der Corona-Einschränkungen muss der „Ting“ 2020 ausfallen. Foto: Markus Poch

Können nicht den Ortskern einzäunen

„Es fällt schwer, wenn man den Ting ansagen muss. Wir haben deshalb noch Wege gesucht, ein Konzept für einen kleineren Ting zu entwickeln. Letztendlich ist das aber nicht zu machen, wir können ja schlecht den ganzen Ortskern einzäunen“, sagt Utecht mit Bezug auf Einlasskontrollen, wie sie bei anderen Veranstaltungen gelten.

Nachdem alle Großveranstaltungen in Nordrhein-Westfalen zunächst bis Ende August per Erlass der Landesregierung verboten worden seien, seien die Planungen für die 42. Auflage des „Tings“ weitergelaufen. „Wir haben versucht, viele Dinge zu organisieren“, erklärt Holm Sternbacher. Angesichts der Hygieneregeln wäre jedoch schon dies sehr schwierig gewesen – auch, da beim „Ting“ traditionell viele Kitas und Schulen mitmachen.

„Absage tut uns leid“

 

Und auch für die Schausteller wäre dies kaum handhabbar gewesen, ergänzt Jürgen Utecht und nennt ein Beispiel. „Der Betreiber des Musikexpress muss nach jeder Fahrt alle 36 Kabinen desinfizieren.“ Und auch den Betrieb des Biergartens könne niemand verantworten.

Die neue Verordnung, die in der vergangenen Woche erlassen worden sei und die alle Großveranstaltungen bis Ende Oktober untersagt, habe den Organisatoren die Entscheidung dann abgenommen, so Jürgen Utecht.

„Die Absage tut uns leid, zumal schon viel Arbeit in die Vorbereitungen gesteckt worden ist“, sagt Bezirksbürgermeister Sternbacher. So seien unter anderem schon mehr als 300 Standplätze für den stets sehr beliebten Flohmarkt am „Ting“-Wochenende verkauft worden, sagt Ines Fechner vom Bezirksamt, die diesen organisiert und die nun alles rückabwickeln muss. Doch sie versichert: „Die Anmelder erhalten ihre Standgebühr zurück.“

Hoffnung auf Weihnachtsmarkt

Trotz der Absage wollen Sternbacher und Utecht jedoch auch positive Signale senden. „Es gibt keinen Gedanken daran, dass das Fest auch im kommenden Jahr ausfällt“, unterstreicht Sternbacher. Und das Heeper Kulturwochenende, das im Zwei-Jahres-Rhythmus stattfindet und damit auch planmäßig erst wieder 2021 dran wäre, sei schon in Vorbereitung. „Dafür braucht es einen langen Vorlauf. Und dabei könnten sicher auch Hygienekonzepte umgesetzt werden.“

Ebenso setze man alles daran, dass es in diesem Jahr einen Weihnachtsmarkt in Heepen geben kann. Sternbacher: „Das sind wichtige Veranstaltungen für Heepen, die wir nicht so leicht aufgeben. Wir sind deshalb wild entschlossen.“

Möglicherweise könnte es einen „Weihnachtsmarkt Light“ geben, der in kleinerer Form und nicht nur an einem Wochenende stattfindet und bei dem auch die Heeper Vereine mit ins Boot geholt werden. Gespräche dazu liefen bereits. Holm Sternbacher: „Auch wenn die Gefahr besteht, dass man doch absagen muss, arbeiten wir daran.“

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