Offenbar wurden in Bielefeld E-Mails ausgespäht
Fachhochschule warnt vor Schadsoftware

Bielefeld (WB). Das Rektorat der Fachhochschule Bielefeld warnt die Angehörigen der FH vor einem Trojaner. Es sei davon auszugehen, dass die gesamte, abgespeicherte E-Mail-Korrespondenz einiger Hochschulangehöriger nun unbefugten Dritten zur Verfügung stehe.

Montag, 06.07.2020, 02:00 Uhr aktualisiert: 06.07.2020, 05:00 Uhr
An der Fachhochschule Bielefeld sind schädliche E-Mails aufgefallen. Foto: Thomas F. Starke

Im Bereich der Hochschule sind in den vergangenen Tagen und Wochen schädliche E-Mails aufgefallen. Sie werden vorgeblich von Angehörigen der FH Bielefeld versandt und nehmen Bezug auf reale Korrespondenz aus der Vergangenheit.

Link nicht anklicken

Bei diesen E-Mails sei ein ähnlicher Aufbau zu erkennen: Die persönliche Anrede fehlt, und der Text ist mit zwei, drei Sätzen sehr knapp gehalten und offen formuliert. „Es soll der Eindruck erweckt werden, es handele sich um eine kurze, formlose Rückfrage, deren genauerer Hintergrund nur durch den Aufruf eines Links zu einem im Anhang befindlichen Dokument zu erfahren sei.“ Der Link führt dann zu einer Schadsoftware, die durch einen unbedachten Klick aktiviert würde. „Dieser Link darf nicht angeklickt werden!“, warnt die Hochschulleitung.

Sie geht davon aus, dass bereits die gesamte, abgespeicherte E-Mail-Korrespondenz einiger Hochschulangehöriger von Unbefugten gelesen werden kann. Der Kreis der Betroffenen lasse sich nicht eingrenzen, deshalb informiert die Fachhochschule über den Vorfall breit auf ihrer Homepage. „Es muss angenommen werden, dass dieser Bruch der Vertraulichkeit auf einen Trojanerbefall einzelner Rechner der Hochschule zurückzuführen ist.“ Eine Meldung an die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen (LDI NRW) ist bereits erfolgt.

Auf verdächtige Mails achten

Die Hochschulangehörigen werden gebeten, zukünftig verstärkt auf verdächtig erscheinende E-Mails zu achten und sich im Zweifelsfall durch einen Anruf beim vorgeblichen Absender über die Echtheit der Mail beziehungsweise die Plausibilität des Anliegens zu informieren.

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