Genehmigungen fürs Kirmesvergnügen an der Bielefelder Radrennbahn fehlen noch
Freizeitpark startet eine Woche später

Bielefeld (WB). Der vom Bielefelder Schaustellerverein geplante temporäre Freizeitpark an der Radrennbahn wird verschoben. Ursprünglich wollten die rund 50 Schausteller ihre Fahrgeschäfte und Buden am 16. Juli öffnen. „Unser Ziel ist jetzt der 23. Juli“, sagt Andre Schneider, Vorsitzender der Schausteller in Bielefeld.

Samstag, 04.07.2020, 06:00 Uhr
Rund 50 Fahrgeschäfte und andere Attraktionen will Bielefelds Schaustellerverein einen Monat lang in einem temporären Freizeitpark an der Radrennbahn aufbieten. Foto: Bernhard Pierel

Der Grund für die Verschiebung sind fehlende Genehmigungen, die derzeit noch von der Stadt Bielefeld bearbeitet werden. Zudem machen immer neue Vorgaben des Landes eine Neuplanung des Konzeptes notwendig. „Fast täglich ändert sich etwas“, sagt Schneider. So wollten die Schausteller im Freizeitpark auch einen Biergarten aufbauen, nach den jüngsten Vorgaben dürfe da aber kein Alkohol ausgeschenkt werden.

Geringes Eintrittsgeld

Der Freizeitpark soll mehr sein als eine Kirmes, wie die Schausteller betonen. Um die Zahl der Besucher kontrollieren zu können, soll das Gelände eingezäunt werden. Vor allem durch eine aufwändige Dekoration soll sich der Park von der üblichen Kirmes unterscheiden, auch der Biergarten gehörte bislang zu dem Konzept. Als Attraktionen sind unter anderem ein Riesenrad, eine Achterbahn und ein hohes Kettenkarussell eingeplant.

Klarheit gibt es inzwischen auch über das Bezahlverfahren: Besucher sollen ein geringes Eintrittsgeld bezahlen, „vielleicht ein oder zwei Euro“, sagt Andre Schneider, zahlen dann am jeweiligen Stand oder Fahrgeschäft für das, was sie tatsächlich nutzen. Damit ist die Idee vom Tisch, ein höheres Eintrittsgeld zu kassieren, für das dann aber sämtliche Fahrgeschäfte ohne weitere Ticketkosten genutzt werden könnten.

Kein Umzug ans Gleisdreieck

Der Stadtrat hatte die Idee des Freizeitparks unterstützt und die Verwaltung aufgefordert, die Veranstaltung von Mitte Juli bis Mitte August zu genehmigen. Außerdem soll die Fläche den Schaustellern kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Der Freizeitpark soll den Bielefeldern nach den Einschränkungen durch die Corona-Maßnahmen ein zusätzliches Freizeitvergnügen bescheren, aber auch die wirtschaftliche Lage der Schausteller verbessern. Nach Absage aller Großveranstaltungen fand in diesem Jahr noch keine Kirmes statt.

Der Freizeitpark sollte Mitte August enden, damit sich die Schausteller auf den Blasheimer Markt im September vorbereiten könnten – so zunächst der Plan. Nach einem neueren Erlass des Landes fallen aber Großveranstaltungen weiterhin aus. „Damit fällt die Kirmessaison für dieses Jahr komplett aus“, sagt Andre Schneider. Ob daher der Freizeitpark verlängert werden kann, steht noch nicht fest. Verworfen wurde aber die Idee, zwischenzeitlich ans Gleisdreieck umzuziehen. Schneider: „Dieser Aufwand würde sich nicht lohnen.“

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