Sprecher der Metall-Arbeitgeber in OWL, sorgt sich wegen der neuen NRW-Einreiseverordnung
Tweer: neue Corona-Gefahr

Bielefeld (WB/in). Reinhard Tweer, geschäftsführender Gesellschafter eines Bielefelder Stahlunternehmens und Sprecher der Metall-Arbeitgeber in OWL, sorgt sich wegen der neuen NRW-Einreiseverordnung.

Freitag, 03.07.2020, 08:26 Uhr aktualisiert: 03.07.2020, 08:30 Uhr
Reinhard Tweer.

Vor allem gehe es um eine Regelung, wonach Einreisende aus Regionen, die das Robert-Koch-Institut als Risikogebiete einstuft, nicht zwangsläufig zu Tests oder Quarantäne verpflichtet werden, wenn sie Lebenspartner oder Verwandte ersten oder zweiten Grades besuchten, sogar wenn sie an Hochzeiten teilgenommen hätten. „Der Punkt macht uns Sorgen, wenn sich zum Beispiel viele Mitarbeiter in unserem Betrieb darauf beziehen.“

Die Gewerkschaft sei der Meinung, dass „wir sie für den Fall, dass wir sie von uns aus zum Schutz nach Hause in Quarantäne schicken, hier Lohnfortzahlung zu bezahlen haben“. Lasse man aber alle eingereisten Beschäftigten arbeiten, bestehe die Gefahr, anschließend zum Corona-Hotspot zu werden.

Kommentare

Eugen Meyer  wrote: 03.07.2020 11:35
Coronagefahr
Die Lösung wäre die Durchtestung. Mit 14 -tägiger Frequenz. So kann man in wenigen Wochen eine halbwegs zuverlässige Aussage über den Verbreitungsgrad des Virus treffen. Weiterer Vorteil: Nur positive Getestete gehen in Quarantäne. Alle Anderen können unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen weiterarbeiten, weiterfeiern, weiter in Urlaub fahren. Zu den Kosten: ca. 60€ pro Test (im EvKB), d.h. 120€ pro Monat pro Person. Also in einem Jahr unter den Kosten der Pflegeprämie für Mitarbeitende in der Altenhilfe.
(Ist vermutlich preisgünstiger als monatelang das ganze Land lahmzulegen und anschließend mit gigantischen Schulden zu überziehen). Im übrigen wäre das Testen auch die niederschwelligere Maßnahme als z.B. das gemeinsame wegsperren wie in Verl-Suerenheide. Wobei man dort auch noch hinterfragen muss, ob es grundsätzlich gerechtfertigt war und im Detail, ob es legitim war, die noch Gesunden mit den Infizierten einzukasernieren. ) Was die nicht angeordnete Durchtestung betrifft, mache ich der Politik dieses zum Vorwurf. Die Gesundheitsämter wären aus meiner Sicht hier in der Pflicht. Was die Beschlüsse der Politik zur angeblichen Rettung der Wirtschaft anbetrifft, mache ich es ihr auch zum Vorwurf, nicht zunächst die Testungen forciert zu haben. Dann wären die Rettungspakete vielleicht etwas kleiner zu packen gewesen.
Was aber den Umgang der Politik mit den Mitarbeitenden in vielen Bereichen, insbesondere in der Altenpflege anbetrifft, bin ich erschüttert. Fahrlässig bis menschenverachtend ist das. Und wenn man dann liest, das Fußballer zweimal in der Woche getestet werden, um vor lehren Rängen zu spielen und das die Mitarbeitenden in Zerlegebetrieben durchgetestet werden aber nicht so die Pflegekräfte in Altenheimen, dann fehlen einem zunächst die Worte. Skandalös!!
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