Bezirksvertretung Heepen bekräftigt Beschluss zum Bebauungsplan „Hellfeld-West“
Der Gewerbepark OWL wächst

Bielefeld (vz). Im interkommunalen Gewerbegebiet am Hellfeld in Altenhagen darf nun die letzte zurzeit verfügbare freie Fläche bebaut werden. Die Bezirksvertretung Heepen akzeptierte einstimmig den Satzungsbeschluss für die Aufstellung des Bebauunsgplanes. Damit kommt das von den Städten Bielefeld, Bad Salzuflen und Herford gemeinsam entwickelte Gebiet der großen Nachfrage nach gewerblichen Bauflächen nach.

Dienstag, 09.06.2020, 17:00 Uhr
Das Gewerbegebiet OWL in Altenhagen wird um die 0,8 Hektar große und noch landwirtschaftlich genutzte Fläche zwischen der Vinner Straße und der Straße Hellfeld erweitert. Die Bezirksvertretung Heepen bejahte einstimmig den Satzungsbeschluss. Foto: Volker Zeiger

An der Aussage des Bauamtes über Ziele und Inhalte der Planung hatten die Bezirksvertreter in ihrer Sitzung am Donnerstagabend keinen Zweifel. Aber sie legten Wert darauf, dass Belange des Umweltschutzes und des Klimas sowie Konflikte durch mehr Zulieferverkehr zu Gunsten aller geregelt werden. „Klimaschutzmaßnahmen werden vertraglich festgeschrieben“, sicherte das Bauamt zu.

Aus der Bürgerschaft war während der Fragestunde der Sitzung der Hinweis gekommen, im bestehenden Gewerbegebiet sei zu viel versiegelt worden, riesige Dachflächen seien entstanden, doch an etlichen Stellen gebe es weder eine Dach-Bepflanzung noch sei von Sonnenkollektoren etwas zu sehen. Die Interkomm OWL GmbH als Entwickler des Gewerbegebiets will jetzt, wie es im Beschluss heißt, „mindestens eine dem Klimaschutz oder die Klima-Anpassung unterstützende Maßnahme“ verbindlich vorgeben. Dazu gehören wahlweise ein 30 Prozent geringerer Energieverbrauch, Photovoltaik, Gründächer oder Geothermie. Klimaschützendes sei „zwingend zu realisieren“, schreibt das Bauamt.

„Die von uns vorgegebenen Themen wurden aufgegriffen“, stellte CDU-Fraktionssprecher Dr. Guido Elsner zu der Beschlussvorlage fest. So wird zum Beispiel in Bezug auf die Versiegelung von Flächen Ausgleich geschaffen: Auf außerhalb des Gewerbegebietes liegenden Bereichen wie etwa am Vogelbach und im Bereich vom Schelphof stehen großflächige Kompensationsflächen zur Verfügung.

Ein Anlieger der Straße Hellfeld nahe des Gewerbegebiets möchte den Durchgangsverkehr auf dem Abschnitt zwischen Kafkastraße und Wolfsheide heraushalten oder zumindest deutlich verringert sehen: „Teilweise 60 Fahrzeuge pro Stunde“ seien von ihm und Anwohnern auf dieser nur für Anlieger zugelassenen Straße gezählt worden. Wegen der großen Fahrzeugzahl – oft seien Motorräder und Sportwagen mit hohem Tempo unterwegs - komme es zu Konflikten mit Passanten, es werde wenig Rücksicht genommen.

In einer Eingabe an den Bürgerausschuss, der vorige Woche tagte, forderte der Beschwerdeführer, die Stadt möge den Missstand beheben, und schreibt weiter: „Ich bin als Bürger bereit, mit zu unterstützen“. Er wolle sich finanziell an einschränkenden Maßnahmen beteiligen, gebe tausend Euro „für eine dauerhafte Durchfahrtssperrung“, um eine Lösung zu erreichen.

Der Bürgerausschuss wies die Eingabe an die Bezirksvertretung Heepen zurück. Diese will sich, wie soeben verlautete, in der nächsten Sitzung mit dem Anlieger-Wunsch befassen.

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