Auf dem Areal in Bielefeld wird das letzte Bürohaus gebaut – KPMG zieht ein
Modernes Arbeiten am Tor zum Lenkwerk-Quartier

Bielefeld (WB). Zehn Jahre nach dem Beginn der Überplanung steht das Lenkwerk-Quartier vor der Voll­endung. Im August soll der Bau des letzen von sieben Gewerbegebäuden beginnen. Zugleich verspricht Projektentwickler Christoph Borchard ein für Bielefeld „architektonisch einmaliges“ Bauwerk direkt am Eingang des einstigen Kasernen-Areals.

Samstag, 06.06.2020, 12:00 Uhr
Mit der asymmetrischen Form und einer lichtdurchlässigen Fassade soll das letzte von sieben Bürogebäuden im Lenkwerk-Quartier zum Blickfang werden. Im Erdgeschoss ist eine Ausstellung geplant, darüber entstehen Büros. Grafik: Jonek + Dressler Architekten

Der Mieter an der Adresse „Lenkwerk No. 1“ steht bereits fest: Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG verlässt ihre bisherigen Räume im Dürkopp-Gebäude und zieht nach der Fertigstellung voraussichtlich im zweiten Quartal 2022 ans Lenkwerk.

Gut 20 Millionen Euro steckt Borchard nach eigenen Angaben in das sechsgeschossige Gebäude. Der Entwurf nach den Plänen des Architekturbüros Jonek und Dressler sieht eine asymmetrische Formgebung vor und eine lichtdurchlässige Fassade mit einer „spannenden Tag-Nacht-Wirkung“. Hendrik Koch, KPMG-Niederlassungsleiter in Bielefeld, und Regionalvorstand Dr. Knut Tonne freuen sich besonders auf die 200 Quadratmeter große Dachterrasse – und die neuen Möglichkeiten, die mit der Immobilie verbunden sind. Es werde keine festen Zimmer mehr für die Mitarbeiter geben, dafür aber mehr Platz für Mandantenveranstaltungen, für Workshops und Konferenzen, dazu ein Bistrobereich.

Niederlassungsleiter Hendrik Koch (von links) und Regionalvorstand Knut Tonne von KPMG haben den Mietvertrag mit Projektentwickler Christoph Borchard unterzeichnet.

Niederlassungsleiter Hendrik Koch (von links) und Regionalvorstand Knut Tonne von KPMG haben den Mietvertrag mit Projektentwickler Christoph Borchard unterzeichnet. Foto: Thomas F. Starke

KPMG, nach eigenen Angaben größte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Ostwestfalen, will mit dem Umzug und der Modernisierung zum einen der veränderten Beratungstätigkeit mit einer gestiegenen Nachfrage in den Bereichen Digitalisierung, Transformation und Globalisierung Rechnung tragen. Zum anderen hat KPMG Platzbedarf: Die Zahl der Mitarbeiter habe sich in den vergangenen vier Jahren auf 250 verdoppelt. Knut Tonne: „Und wir wollen in Bielefeld weiter wachsen, auf bis zu 300 Mitarbeiter.“ So wird KPMG denn auch 4600 der 5000 Quadratmeter beziehen. Der Rest wird zu einer musealen Ausstellungsfläche im Erdgeschoss. Christoph Borchard will dort – passend zum Lenkwerk-Thema – Fahrzeuge zeigen: Historische Autos mit Bezug zum Film abwechselnd mit einer markenbezogenen Ausstellung.

Mit Blick auf die Zahl der Mitarbeiter ist KPMG dann der größte Mieter im Lenkwerk-Quartier. 1100 Menschen in 46 Unternehmen haben auf dem Areal ihren Arbeitsplatz, dazu sind 60 Wohnungen entstanden.

Neues Projekt zwischen Bahnhof und Herforder Straße

Bei der Gestaltung des „Lenkwerks No. 1“, dem „architektonischen Auftakt“ zum Lenkwerk-Quartier an der Einfahrt Am Stadtholz hätten die Planer Mut bewiesen, sagt Borchard. Und: „Bielefeld wächst und wird moderner. Das zeigt sich auch in diesem Gebäude.“ Der Projektentwickler beklagt allerdings, dass es in der Stadt keine Reserven für den steigenden Bedarf an Büroflächen gebe. Wer vor allem große zusammenhängende Räumlichkeiten suche, habe Probleme. Borchard plant bereits am nächsten Projekt: Auf dem letzten freien Grundstück zwischen Bahnhof und Herforder Straße soll ein Verwaltungsgebäude für den öffentlichen Dienst entstehen.

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