Noch ist unklar, wie der DSC Arminia Bielefeld die Fläche nutzt
Abriss läuft an der Almsporthalle

Bielefeld  (WB). Der Abriss der alten Almsporthalle ist seit gut zwei Wochen in vollem Gange. Wo seit den 60er Jahren die Umkleiden standen, bedeckt nun Schutt aus Mauersteinen den Boden in einer Gasse zwischen dem noch stehenden alten Hallentrakt und der benachbarten neuen Almhalle.

Mittwoch, 03.06.2020, 06:07 Uhr aktualisiert: 03.06.2020, 16:02 Uhr
Die Umkleideräume zwischen der neuen (rechts) und der alten Almsporthalle sind bereits abgerissen. Foto: Thomas F. Starke

Statt beherzt mit dem Bagger in die Bausubstanz zu greifen und die Reste einfach Mulde für Mulde abzufahren, wird das Gebäude zerlegt, wie Reinhold Peter, Technischer Leiter des städtischen Immobilienservicebetriebs (ISB), sagt. Denn die verschiedenen Materialen werden aus Umweltschutzgründen sauber getrennt, wenn möglich zum Recycling abgefahren. Voraussichtlich bis Ende Juni soll der Abriss daher noch dauern.

Ursprünglich sollte die alte Almsporthalle nach dem Bau der neuen bereits im Sommer 2019 während der Bundesliga-Spielpause abgetragen werden. Der ISB verschob die Pläne damals um ein Jahr, auch weil es noch kein Konzept für die Folgenutzung der Fläche unterhalb der Südtribüne der Schüco-Arena gab. Das gibt es allerdings bis heute nicht, wie Daniel Mucha, Sprecher des DSC Arminia Bielefeld, sagt. „Durch die Corona-Krise gibt es derzeit andere Prioritäten“, sagt Mucha. Es gebe aber Gespräche über eine Überplanung des Grundstücks, das der Stadt Bielefeld gehört, im Zuge einer neuen Nutzung aber an den DSC verpachtet oder verkauft werden soll.

„Da haben wir jetzt keinen Druck“

In der Vergangenheit wurden verschiedenen Möglichkeiten bereits ins Blickfeld gerückt. Da war von einem Empfangsgebäude eventuell mit Fanshop und elek­tronischer Ticketkontrolle die Rede, auch eine Vorkassenzone und Räume für das Arminia-Museum gehörten zu den Gedankenspielen. Notfalls könne man auch schlichtweg den Parkplatz erweitern, hieß es seinerzeit aus dem städtischen Planungsdezernat.

Dass trotz fehlender Konzepte jetzt der Abriss der alten Dreifach- mit angegliederter Einfachturnhalle samt Lehrschwimmbecken in Angriff genommen wurde, hat Reinhold Peter zufolge auch mit dem aktuell eingeschränkten Spielbetrieb – ohne Publikum – zu tun. „Da haben wir jetzt keinen Druck“, sagt der ISB-Leiter. Denn während eines regulären Spielbetriebs wären Absicherungsmaßnahmen an der Baustelle zum Schutz der Zuschauer sehr viel aufwendiger gewesen.

Wenn die Abrissarbeiten in wenigen Wochen beendet sind, soll die Fläche eingeebnet und abgesichert werden – als Provisorium, bis die künftige Bebauung umgesetzt wird.

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