Schutz für Fahrer und Fahrgäste in Bielefeld – Einstieg wieder vorne – Ticketverkauf möglich
Mobiel-Busse erhalten Trennscheibe

Bielefeld (WB). Ab sofort erhalten alle 125 Mobiel-Busse eine Trennscheibe im Fahrerbereich. Die ersten umgebauten Busse seien schon im Einsatz, teilten die Stadtwerke am Dienstag mit.

Dienstag, 12.05.2020, 12:00 Uhr aktualisiert: 12.05.2020, 12:54 Uhr
Busfahrerin Julia Tiffe und ihr Fahrgast sind durch die neue Trennscheibe geschützt. Alle 125 Busse von Mobiel erhalten diesen dauerhaften Schutz vor Ansteckung. Foto: moBiel/ThorstenUlonska

In den Bussen kann ab sofort wieder die vordere Tür zum Einsteigen genutzt werden, auch der Ticketkauf ist wieder möglich.

Das Verkehrsunternehmen hat auf die Abstands- und Hygieneregel in der Corona-Krise reagiert und mit einem Zulieferer einen Prototyp für eine Trennscheibe aus Kunststoff entwickelt. Dieser wurde von der Dekra abgenommen. Mobiel beziffert die Kosten für die Lösung auf rund 70.000 Euro.

Ralf Schönenberg, Leiter Fahrzeuge bei Mobiel, sagt: „Die Entwicklung des Prototyps war eine Herausforderung. Ich kann nur ein ganz großes Lob an unsere Mitarbeiter aus der Werkstatt aussprechen.“ Die Trennscheiben bleiben dauerhaft im Einsatz. Auch die neuen Busse, die im Herbst geliefert werden, sind ab Werk mit einer Trennscheibe ausgestattet.

Bis alle aktuellen Busse umgerüstet sind, dauert es ungefähr noch fünf Wochen. Fahrgäste werden daher gebeten, weiterhin ihr Ticket im Vorfeld über das Handy, am Automaten oder in den Kundenzentren kaufen.

Kommentare

ClWi2000  wrote: 12.05.2020 12:52
Klasse!
Das halte ich für eine sehr gute Maßnahme, auch unabhängig von Corona. Wie oft waren die Busfahrerinnen- und fahrer den Unbillen bestimmter Fahr"gäste" ausgesetzt. Anspucken, Anfassen oder gar schlimmeres. Das ist durch diese Trennscheibe nun nicht mehr ganz so einfach möglich.
Ich steige sowieso lieber vorne ein, man hat dann einen direkteren Kontakt und ich glaube, auch Fahrer/Fahrerinnen freuen sich über ein höfliches "guten Tag". Außerdem kann nun wieder eine Fahrausweiskontrolle erfolgen und vor allem eine Maskentragekontrolle - wenn nicht auch zusätzlich hinten eingestiegen werden darf.
Einer ist irgendwie immer im Bus, den das alles nichts anzugehen scheint. Eine Busfahrerin hat mir neulich erzählt, dass sie Menschen, die sich nicht an die Maskentragepflicht halten, gar nicht "hinauswerfen" darf. Na dann muss man sich nicht wundern.
Wie auch immer, ich hoffe, dass diese Trennscheibenmaßnahme die Arbeit des Fahrpersonals wenigstens ein bisschen erleichtert. Was ich in den letzten Wochen als Fahrgast miterlebt habe, sah oft nicht nach Wertschätzung einer gerade heutzutage sehr wichtigen und schwierigen Tätigkeit aus, ganz im Gegenteil.
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