Staatsanwältin: Messerstecherei zwischen Bielefelder Schülerinnen war Mordversuch
„Opfer in eine Falle gelockt“

Bielefeld (WB/hz). Ein vermeintlich harmloses Treffen zwischen zwei Schülerinnen der 9. Klasse endet mit einem Mordversuch. So stellt sich inzwischen ein Kapitalverbrechen dar, das eine Jugendliche (14) an ihrer Klassenkameradin (15) begangen haben soll. Die 14-Jährige sitzt aktuell wegen des Vorwurfs des versuchten Mordes in Iserlohn in der Jugendstrafanstalt.

Dienstag, 12.05.2020, 10:04 Uhr aktualisiert: 12.05.2020, 10:06 Uhr
Symbolbild Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Die beiden Mädchen hatten sich, wie mehrfach berichtet, am Abend des 26. April im Keller eines Mehrfamilienhauses am Lindenplatz zwischen Beckhaus- und Herforder Straße getroffen. Offenbar wollten sich die beiden Jugendlichen nach einem Streit aussprechen.

Doch das scheinbar friedliche Treffen im Keller des Wohnhauses der 14-Jährigen sei eskaliert , sagte die ermittelnde Staatsanwältin Claudia Bosse. Das jüngere Mädchen soll die 15-Jährige plötzlich von hinten mit einem Küchenmesser angegriffen haben.

„Die Beschuldigte hat das Opfer in eine Falle gelockt“, lautet das vorläufige Fazit der Staatsanwältin. Der 15-Jährigen sei „eine Vielzahl von Stichen in den Rücken und die Brust“ zugefügt worden. Zudem habe die Schülerin diverse Abwehrverletzungen erlitten.

„Wir haben keine Erklärung dafür, warum die 14-Jährige zugestochen hat“, fasste Bosse die Ermittlungen einer Mordkommission zusammen. Die mutmaßliche Täterin sei bislang für Polizei und Justiz „ein unbeschriebenes Blatt“.

Allerdings gebe es offenbar familiäre Probleme. An der Wohnanschrift der 14-Jährigen habe die Polizei mehrfach wegen häuslicher Gewalt eingreifen müssen, sagte Bosse.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7405561?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198387%2F2513179%2F
Neuhaus glaubt an „mächtig Stimmung“
Uwe Neuhaus (links, mit Assistent Peter Nemeth) setzt auf die Hilfe der Fans. Foto: Starke
Nachrichten-Ticker