Hürden bei Feuerwehreinsatz in der Senne Unterverteilung fängt Feuer

Bielefeld (WB/cm). Die Bielefelder Feuerwehr ist am Sonntagabend in das ehemalige Wochenendhausgebiet am Markengrund zwischen Sennestadt und Oerlinghausen ausgerückt. Der Bewohner eines Hauses am Blindschleichenweg meldete sich über den Notruf 112, weil er Brandgeruch im Keller feststellte und lief ins Freie. Eine Verteilung hatte Feuer gefangen.

Durch den Brand des Stromkastens nahe der Sauna war der Keller stark verraucht und musste von der Feuerwehr belüftet werden.
Durch den Brand des Stromkastens nahe der Sauna war der Keller stark verraucht und musste von der Feuerwehr belüftet werden. Foto: Christian Müller

Der 64-Jährige Bewohner hatte Schwierigkeiten, die Feuerwehr zu erreichen, als er den Brandgeruch gegen 19 Uhr feststellte. »Im Haus fiel der Strom aus, mein Festnetztelefon versagte. Über das Mobilfunknetz, bei schlechtem Wetter haben wir manchmal gar kein Netz, benötigte ich vier Versuche.« Aus der Ruhe ließ sich der Eigentümer deshalb aber nicht bringen, berichtete er.

Auch die Feuerwehr und die Polizei hatten mit Hürden zu kämpfen. So war die Anschrift des Bewohners nicht in den Navigationsgeräten eingezeichnet. Lediglich die händischen Karten der Feuerwehrkräfte waren auf dem aktuellen Stand. Beim Eintreffen der Wehrleute war die Flamme in der Unterverteilung bereits erloschen. »Das passiert häufiger, wenn der Brand an Masse verliert«, sagte Einsatzleiter Frank Klumpe.

Nach 45 Minuten war der Einsatz beendet

Durch den Brand des Stromkastens nahe der Sauna war der Keller stark verraucht und musste von der Feuerwehr belüftet werden. Ein freiwilliger Feuerwehrmann der Löschabteilung Sennestadt, der Elektriker ist, schaute sich die Anlage an und vermutete einen Kurzschluss als Brandursache. Er konnte nach dem Stromlosschalten der Anlage Entwarnung geben. In Absprache mit dem 64-Jährigen Bielefelder sollte ein Elektriker am Montag die Reparatur übernehmen.

Etwa 200 Meter von dem Wochenendhaus entfernt, verfügte die Feuerwehr über eine Zisterne mit einem Fassungsvermögen von 150.000 Litern Wasser. Sie wird regelmäßig gewartet und befüllt. Bei diesem Einsatz wurde diese glücklicherweise nicht benötigt.

Das Haus blieb bewohnbar, dem Eigentümer wurde nahegelegt, die Nacht über nicht im Wochenendhaus zu verbleiben, damit sich der Geruch verflüchtigt. Für die 20 Feuerwehrkräfte der Wache Süd und Löschabteilung Sennestadt war der Einsatz nach einer dreiviertel Stunde beendet.

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