Bielefelder Heimattierpark öffnet am Dienstag um 10 Uhr mit neuen Regeln In Olderdissen ist alles anders

Bielefeld (WB). Wenn am Dienstag um 10 Uhr der Heimattierpark Olderdissen nach achtwöchiger Corona-Zwangspause erstmals wieder öffnet, wird alles anders sein. Erstmals in der Geschichte gibt es einen Zaun um das Gelände, Einlasskontrollen und Hygieneregeln. „Wir freuen uns, dass wir endlich wieder öffnen können, denn der Tierpark ist für die Besucher da. Wir appellieren aber dringend an alle Gäste, die wichtigen Regeln wie den Mindestabstand einzuhalten“, sagt Herbert Linnemann.

Von Hendrik Uffmann
Tierpark-Chef Herbert Linnemann zeigt, flankiert von den erst vor kurzem geborenen Esel-Mädchen Johanna (links) und Liesel, eine der Infotafeln zum Wegesystem und den Hygieneregeln, die im Tierpark angebracht werden.
Tierpark-Chef Herbert Linnemann zeigt, flankiert von den erst vor kurzem geborenen Esel-Mädchen Johanna (links) und Liesel, eine der Infotafeln zum Wegesystem und den Hygieneregeln, die im Tierpark angebracht werden. Foto: Hendrik Uffmann

Für den Tierpark-Leiter und sein Team ist es ein immenser Kraftakt, das Gelände innerhalb kurzer Zeit für die neue Öffnungsweise vorzubereiten. Seit Tagen arbeiten sie unter Hochdruck daran, alles zu organisieren, denn schließlich wollen der Esel-Nachwuchs und die anderen Tiere begrüßt werden.

Die wichtigste Neuerung: Der Tierpark ist von kommenden Dienstag an täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.  Letzter Einlass ist im 17 Uhr. Solche Einschränkungen der Besuchszeit hat es aufgrund des sonst offenen Areals noch nie gegeben.

Darüber hinaus gelten weitere wichtige Regeln:

●- Der Zugang zum Tierpark ist nur am Haupteingang am Parkplatz möglich.

●- Es dürfen sich höchstens 1000 Besucher gleichzeitig auf dem Gelände aufhalten. Die Gäste werden gezählt. Ist die Höchstzahl erreicht, werden neue Besucher erst eingelassen, wenn andere Gäste den Tierpark verlassen haben. Die Abstände in der Warteschlange müssen eingehalten werden.

●- Der Besuch ist auf höchstens drei Stunden beschränkt. Alle Besucher erhalten beim Eintritt Wertmarken, deren Farbe alle zwei Stunden wechselt. Herbert Linnemann bittet alle Besucher, sich an diese Zeitvorgabe zu halten, damit möglichst viele Besucher eingelassen werden können.

●- Auf dem Gelände ist eine Wegeführung ausgeschildert. Ein Rundweg führt als Einbahn-Regelung vom Innenhof vorbei an den Greifvögeln-Gehegen, an den Fischottern, Bären, Waschbären, Luchsen und dem Rotwild zurück zum Innenhof und zum großen Spielplatz. Die anderen Wege, die durch die Sperrung der übrigen Eingänge zu „Sackgassen“ werden, sind laut Herbert Linnemann breit genug, um die nötigen Abstände zu ermöglichen. Jeder Besucher erhält am Eingang einen Flyer mit einem Lageplan, auf dem die Wege eingezeichnet sind, außerdem werden Schilder aufgestellt.

●- Besonders enge Bereiche wie etwa der in den Boden eingelassene Gang vor dem Fischotter-Teich und die Brücke über das Wolfsgehege bleiben gesperrt.

●- Öffentliche Fütterungen wird es nicht geben, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Auch die Besucher dürfen die Tiere nicht füttern.

●- In den Toilettenanlagen des Tierparks müssen Besucher eine Schutzmaske tragen.

●- Die Spielplätze im Tierpark werden freigegeben, auch dort gelten die Hygiene- und Abstandsregeln, auf deren Einhaltung die Eltern achten müssen. Dort wird es auch Kontrollen durch das Ordnungsamt geben.

●- Die Gastronomie im Tierpark ist geöffnet, mit den geltenden Regeln für die Branche. Der Tierparkshop bleibt geschlossen.

●- Die Zahl der Parkplätze direkt am Tierpark wird auf 300 begrenzt. Dort kontrolliert ein Sicherheitsdienst. Herbert Linnemann: „Berücksichtigt werden beim Einlass natürlich gleichberechtigt auch alle, die mit dem Bus oder dem Rad kommen. Vom Parkplatz auf dem Johannisberg aus gibt es aber keine Möglichkeit, in den Tierpark zu kommen.“

Herbert Linnemann hofft, dass sich die Besucher an die neuen Regelungen halten, „denn wenn es nicht funktioniert, können wir die Tore wieder dicht machen“.

Dies sei zunächst ein „abgespecktes Programm“. Und dass die Einschränkungen schon bald wieder gelockert werden können, darauf macht er kaum Hoffnung. Linnemann: „Ich vermute, dass wir uns auf eine längerer Zeit damit einstellen müssen.“

Den Tierpark jetzt nicht zu öffnen, sei aber nicht Frage gekommen. „Die Sehnsucht der Menschen, hierher zu kommen, ist riesig.“

Kommentare

Neue Regeln im Tierpark

Die Regelungen sind soweit i. O.. Meine Frage ist allerdings, muss ich diesen Rundgang unbedingt in Anspruch nehmen, wenn ich z. B. nur zu den Wölfen möchte? Da ich Ihre Wölfe auch sehr gerne mit der Kamera beobachte, würde ich gern wissen, ob auch und in welchen Zeiten die ziemlich umstrittene Holzbrücke im Gehege geöffnet wird, oder ob sie auf unabsehbare geschlossen bleibt. Falls sie geöffnet wird, kann ich mir gut vorstellen, dass nur eine Mindestzahl an Besuchern passieren darf. Wird evtl. kontrolliert, wie lange jeder Besucher sich auf der Brücke aufhalten darf.
Über eine Re-Mail würde ich mich freuen.

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