AOK will Kurzzeitpflege in Reha-Einrichtungen fortsetzen
Angehörige entlasten

Dortmund (WB/ef). Die AOK Nordwest setzt sich dafür ein, die Kurzzeitpflege in Reha-Einrichtungen in Westfalen-Lippe auch nach der Corona-Krise fortzusetzen. Das kündigte AOK-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann am Freitag in einem Gespräch mit dem Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, in Dortmund an.

Samstag, 09.05.2020, 03:56 Uhr aktualisiert: 09.05.2020, 09:52 Uhr
Pflegebevollmächtigter Andreas Westerfellhaus

„Damit können wir die angespannte Lage deutlich entschärfen und unkompliziert rasch zusätzliche Kurzzeitpflegeplätze schaffen. Das wäre eine gute Nachricht für die betroffenen Pflegebedürftigen und deren Angehörige“, sagt Ackermann.

Seit Jahren ist ein Rückgang der Kurzzeitpflegeplätze zu verzeichnen. Bislang durfte diese Leistung nur in speziellen Kurzzeitpflege-Einrichtungen und in Pflegeheimen durchgeführt werden. Die Corona-Pandemie hat die Situation für die Betroffenen und deren Angehörige noch einmal deutlich verschärft. Deshalb wurden Reha-Einrichtungen zunächst befristet bis zum 30. September aufgefordert, Kurzzeitpflegeplätze vorzuhalten. Dadurch sollten Krankenhäuser mit Blick auf Covid19- Patien­ten entlastet werden. „Davon können auch Pflegebedürftige und ihre Angehörige profitieren, wenn nach einem Krankenhausaufenthalt oder bei Abschluss einer Rehabilitation kein Platz in einem Pflegeheim gefunden werden kann“, betont die AOK.

Die Krankenkasse steht als Verhandlungsführer für die gesetzlichen Krankenkassen in Westfalen-Lippe und Schleswig-Holstein derzeit in Gesprächen mit Reha-Einrichtungen. Bereits ein Dutzend Einrichtungen hätten allein in Westfalen-Lippe Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit bekundet.

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