Digitale, alltagstaugliche Rezepte von heimischen Jungbauern
Jungbauern geben Rezepttipps

Paderborn/Nieheim (WB). Corona sorgt für Kochbegeisterung: Nie war Selberkochen daheim so angesagt wie jetzt. „Es wird wieder gern zu Hause gekocht“, stellt der neue Bauernpräsident und Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Paderborn Hubertus Beringmeier fest.

Donnerstag, 07.05.2020, 18:39 Uhr aktualisiert: 07.05.2020, 18:42 Uhr
Junglandwirtin Marina Lakemeyer aus Nieheim-Eversen macht den Anfang und stellt am Freitag, 8. Mai, das Rezept „Joghurtcreme mit Früchten“ vor.

Gute, einfache, schnelle – also ganz normale – Rezepte sind dafür gefragt. Deshalb möchte der Berufsstand, Junglandwirte und -landwirtinnen aus der Region ab Freitag, 8. Mai, alltagstaugliche Rezepte mit einem netten Gruß weitergeben und in den sozialen Medien verbreiten.

„Ab diesen Freitag zweimal die Woche, immer am Dienstag und Freitag, in den kommenden sechs Wochen, stellen wir je ein Rezept mit einem Foto vom einem Jungbauern oder einer Jungbäuerin vor“, so Beringmeier. Mit dem Slogan „Rezepte für Zuhause mit guten Nahrungsmitteln aus der Heimat. Bleibt gesund! Eure Bauernfamilien“ startet der Landwirtschaftliche Bezirksverband OWL die Aktion. Das erste Rezept ist eine Joghurtcreme mit Früchten. Auf der digitalen Rezeptkarte zu sehen ist Junglandwirtin Marina Lakemeyer aus Nieheim-Eversen.

Anderes Bewusstsein für Nahrungsmittel

Dieses Foto und die weiteren sind im Rahmen des gemeinsamen Fotowettbewerbs des Landwirtschaftlichen Bezirksverbandes OWL und der Fachschule für Agrarwirtschaft in Herford entstanden.

„Die Verbraucher haben in Zeiten von Corona wieder ein anderes Bewusstsein für Nahrungsmittel hierzulande bekommen“, stellt Junglandwirt Alexander Kruse aus Delbrück fest. Auch er ist auf einem Foto einer digitalen Rezeptkarte (Quarkkuchen mit Überraschung) zu sehen. „Wir alle haben wieder gespürt, wie bedeutsam es ist, dass ein Land wie Deutschland sich selbst mit Nahrungsmitteln versorgen muss.“

Beringmeier bekräftigt: Sich nicht zu sehr von Nahrungsmittelimporten abhängig zu machen, zeige sich gerade in der Krise. Als entwickelte Industrienation habe der Bürger sich daran gewöhnt, so gut wie jedes Produkt zu jeder Jahreszeit im Supermarktregal zu finden. Der Gedanke, dass das einmal nicht mehr so sein könne, wäre noch vor einem halben Jahr unvorstellbar gewesen. Das Coronavirus habe viele undenkbare Szenarien Wirklichkeit werden lassen.

Landwirte werben mit QR-Codes

„Wir wünschen uns, dass das Bewusstsein für gute, regionale Lebensmittel bleibt und noch mehr wächst“, betont Alexander Kruse. Mehr noch: Dass diese Wertschätzung sich im Umgang mit unseren „Mitteln zum Leben“ niederschlage und diese „Wert-Schätzung“ sich an der Ladenkasse zeige.

Neben einer sicheren und regionalen Erzeugung stünden doch heimische Produkte vor allem für hohe Qualitätsstandards und nachvollziehbare Herstellungsbedingungen. „Hier brauchen wir auch von politischer Seite ein Umdenken“, fordert Beringmeier.

Junglandwirte aus OWL werben zudem mit wetterfesten Großplakaten in der Region sowie großformatigen Aufklebern an Treckern, landwirtschaftlichen Maschinen und Anhängern. Diese, ebenso die Rezepte, sind mit einem QR-Code versehen. Wer möchte, kann über diesen QR-Code oder auf der Internetseite des WLV mehr über die jungen Leute erfahren.

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