Bielefelder in Hannover getötet – Mordkommission ermittelt zwei Verdächtige Verscharrte Leiche: zwei Festnahmen

Bielefeld/Hannover (WB/hz). Im Fall des vor einem Monat in Hannover getöteten Bielefelders Kadir A. (28) – die Leiche lag halb verscharrt in einem offenen Grab auf einem Friedhof – haben Kripofahnder an diesem Mittwoch ein dringend tatverdächtiges Paar (23/25) festgenommen.

Eine Mitarbeiterin der Spurensicherung trägt Beweismaterial über den Friedhof in Hannover-Kirchrode. Die Leiche des Bielefelders lag halb verscharrt in einem offenen Grab.
Eine Mitarbeiterin der Spurensicherung trägt Beweismaterial über den Friedhof in Hannover-Kirchrode. Die Leiche des Bielefelders lag halb verscharrt in einem offenen Grab. Foto: dpa

Es handele sich um einen 23 Jahre alten Mann und eine 25 Jahre alte Frau aus Hannover, bestätigte auf Anfrage Oberstaatsanwalt Thomas Klinge, Sprecher der Staatsanwaltschaft in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Er korrigierte damit erste Angaben, wonach es sich um zwei Männer gehandelt haben soll.

Den Angaben des Sprechers zufolge hätte das Paar bereits gestanden, den Bielefelder getötet zu haben. Zum Motiv wollte der Oberstaatsanwalt noch nichts sagen. Klinge: „Das ist eine merkwürdige Geschichte.“

Die Frau und der Mann seien am Mittwochmorgen gefasst worden. Verdeckte Ermittlungen der Mordkommission „Zündschnur“ hätten zu den Festnahmen in einem Mehrfamilienhaus in Hannover geführt. An diesem Donnerstag sollen die zwei bislang nicht vorbestraften Tatverdächtigen einem Ermittlungsrichter zur Verkündung der Haftbefehle vorgeführt werden, kündigte der Oberstaatsanwalt an.

Der Bielefelder Kadir A. war, wie berichtet, am 15. April halb verscharrt in einem offenen Grab auf dem Friedhof an der Straße Kleiner Hillen in Hannover-Kirch­rode von Friedhofsgärtnern gefunden worden. Der 28-Jährige, ein gebürtiger Hannoveraner, wollte seine Familie in der niedersächsischen Landeshauptstadt besuchen, kam dort aber nie an.

Das letzte Lebenszeichen soll der 28-Jährige am Sonntag, 5. April, aus einem Zug kurz vor der Ankunft in Hannover gesendet haben. Da soll der gesundheitlich angeschlagene Supermarkt-Mitarbeiter mit einem Freund telefoniert haben. Kadir A. blieb zunächst spurlos verschwunden. Am 7. April meldete ihn seine Familie als vermisst und ließ Fahndungsaufrufe in türkischen Medien veröffentlichen.

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