Sechs öffentliche Veranstaltungen zum Tag der Arbeit - Polizei Bielefeld spricht von ruhigem Verlauf
1. Mai: Demonstranten halten sich an Auflagen

Bielefeld (WB/hz). Die sechs von Polizisten und Ordnungsamts-Mitarbeitern streng überwachten öffentlichen Demonstrationen und Kundgebungen am 1. Mai anlässlich des Tages der Arbeit sind in Bielefeld friedlich verlaufen.

Freitag, 01.05.2020, 19:00 Uhr aktualisiert: 02.05.2020, 07:44 Uhr
Das Bündnis der demokratischen Kräfte in OWL demonstriert an Seilen, um den nötigen Hygieneabstand sicherzustellen. Foto: Jens Heinze

Die Teilnehmer hätten sich im Großen und Ganzen an die Auflagen und Sicherheitsbestimmungen der Coronavirus-Schutzverordnung gehalten, hieß es. “Alles war ruhig und friedlich. Wir haben einen entspannten 1. Mai in Bielefeld”, zog Polizeisprecher Jürgen Schnelle am Freitagnachmittag Bilanz.

Maximal 50 Demonstranten pro Veranstaltung, die untereinander mindestens 1,50 Meter Abstand halten müssen - so lauteten die Vorgaben von Polizei und Ordnungsamt für den 1. Mai. Einige Demoveranstalter hatten schon im Vorfeld auf die Auflagen hingewiesen. Bei mehreren Kundgebungen am Freitag wie am Alten Rathaus (20 Demonstranten) oder auf dem Jahnplatz (30 Demoteilnehmer) wurde die Maximalzahl erst gar nicht erreicht. Dennoch achteten bei allen Veranstaltungen vom Anfang bis zum Ende Mitarbeiter des Ordnungsamtes und Streifenwagenbesatzungen der Polizei auf die Einhaltung von Maximalzahl und Sicherheitsabstand.

Demo am Jahnplatz.

Demo am Jahnplatz. Foto: Jens Heinze

Mehr Menschen als erlaubt versammelten sich anfangs bei den Demonstrationszügen, die am Freitag an der Marktstraße (Bielefelder Netzwerk “Care Revolution”), im Ravensberger Park (Kreisverband der Partei Die Linke) oder vorm Hauptbahnhof (Bündnis der demokratischen Kräfte in OWL) starteten. “An der Marktstraße waren es zu Beginn 80 Personen, im Ravensberger Park sogar mehr als 100 und am Hauptbahnhof um die 70”, sagte Polizei-Einsatzleiter Wolfgang Rupprecht. Nach der Vorgabe der Ordnungskräfte “Wer zuletzt kommt, der geht zuerst” mussten so viele Demoteilnehmer die Veranstaltungsorte wieder verlassen, bis die Zahl der Anwesenden wieder auf je 50 geschrumpft war.

Als besonders vorbildlich in Sachen Sicherheitsabstand erwies sich der Aufzug des Bündnisses der demokratischen Kräfte in OWL. Die Demonstranten zogen in einer ausreichend weit auseinander gezogenen Zweierkette durch die Bielefelder Innenstadt und hielten sich zur Wahrung des Abstandes nach vorne und nach hinten an langen, dünnen Seilen fest.

Und ganz nebenbei ging der Polizei am 1. Mai im Bahnhofsviertel noch ein Raser am Autosteuer ins Netz. Der Fahrer einer dunklen, mit drei Personen besetzten Mercedes-Limousine bog ohne zu blinken nach links von der Herbert-Hinnendahl-Straße auf die obere Bahnhofstraße ab und beschleunigte ausgerechnet vor mehr als einem Dutzend Ordnungskräften stark mit quietschenden Reifen, aufheulendem Motor und Abgaswolke in der Tempo 20-Zone. Zwei Streifenwagenbesatzungen, die eigentlich die Demo vorm Hauptbahnhof sichern sollten, nahmen mit Blaulicht sofort die Verfolgung auf. Bereits nach gut 100 Metern stoppten die Polizisten den Raser an der Ecke Bahnhof-/Feilenstraße. Der Mercedesfahrer musste seine Personalien angeben und erhielt eine Anzeige.

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