Kommentar zur Bielefeld Kunsthalle
Normaler Vorgang

Ja, Corona-Krise betrifft in einem nie gekannten Ausmaß jeden Lebensbereich, sie sorgt für große Verunsicherung, sie macht angst und bange. Da ist es nur natürlich, nach Lösungen zu suchen, wie das finanzielle und soziale Desaster dieser Pandemie irgendwie abgefedert werden kann. Doch nach den Pfründen der anderen zu schielen, ist der falsche Weg.

Samstag, 11.04.2020, 05:39 Uhr
Die Bielefelder Kunsthalle. Foto: Thomas F. Starke

Zunächst einmal: In der Kunsthalle wird keine neue Stelle geschaffen, sondern eine bestehende wiederbesetzt. Das ist ein normaler Vorgang. Erinnert sei daran, dass die Kunsthalle in der rechtlichen Form einer Gemeinnützigen Betriebsgesellschaft mbH geführt wird. Das heißt, sie wird zu gleichen Teilen von Pro Bielefeld, der Sparkasse Bielefeld und der Stadt getragen. Der Anteil der Stadt am Unterhalt beträgt somit ein Drittel am Gesamthaushalt der Kunsthalle.

Wohin würde es führen, wenn die Stadt diese Leistung, ja sogar sämtliche freiwillige Leistungen – wie Volker Strothmann es fordert – während der Corona-Krise zurück hielte? Um nur ein Beispiel zu nennen: Das Theater Bielefeld könnte unmittelbar dicht machen. 350 Mitarbeiter stünden auf der Straße und müssten Sozialleistungen in Anspruch nehmen. Nicht nur die Bielefelder Kultureinrichtungen wären in Gefahr, auch etwa die Bielefelder Bäder. Wem nehmen wir etwas weg, wer darf freiwillige Leistungen behalten? Eine unsägliche Diskussion, die wir nicht führen sollten.

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